Eine Zugfahrt, die ist lustig
… oder: Wie man sich nicht verhalten sollte.
Folgende Situation: Ich steige mit meiner Familie nach einem Wanderwochenende in Neuchâtel in den Zug. Der Zug ist gut gefüllt. Kurz nach Abfahrt höre ich direkt vom Abteil hinter mir ziemlich laute Musik. Ich stehe also bald wieder auf und schaue mich um. Eine junge Frau, vielleicht etwas jünger als ich, sitzt da und hört Musik von einem Handy (–> ohne Kopfhörer). Bei ihr sitzen einige Damen im mittleren Alter.
Ich bitte sie also, die Musik leiser zu stellen, was sie mit einem unwilligen "Jaja" quittiert. Nichts passiert. Nach mir wird sie von diversen weiteren Fahrgästen auf die Musik und ihr unangemessenes Verhalten angesprochen. Das kümmert sie aber nicht, sie hört munter weiter "Sido – Ficken" und dergleichen (zwischendurch auch mal was Nettes :-)). Ich finde mich damit ab – dass sie von anderen darauf angesprochen wird, muss ihr unangenehm genug sein.
Nun denn, das Ende vom Lied: Als sie in Biel aufsteht, um auszusteigen, brandet spontan Applaus auf. In den Gesichtern der Leute finde ich gar manches freudiges Grinsen.
Dem hatte sie draussen auf dem Perron nicht mehr als den gestreckten Mittelfinger entgegenzusetzen.
Das arme Ding..
Ganz ehrlich tat sie mir leid. Was für eine Demütigung!
Und doch: Selber Schuld!
… noch im selben Zug lese ich in der NZZ einen Artikel über mangelnden Anstand und fehlenden Respekt gegenüber dem Zugspersonal…
Sie tat dir leid? Ja hupts? 😀
So eine gehört mit faulem Gemüse beworfen!
Mir tut es irgendwie leid, dass ich dir als Oberstift offenbar so wenig beibringen konnte über Misanthropie und zynische Lebensbetrachtungen. 🙁
haha so guet. Ich wäri so schadefreudig gsi. Sie het wohl nüd anders verdient ond wörkli gueti Lüüt em Zog wo no klatsched. Das passiert soscht nome be so Schüeler oder so.
PS. Nöm mol es andes antispam tool, die Zeffere send recht müehsam.