Im Juli musste ich für einige Tage ins Spital, um den Ober- und Unterkiefer zu verschieben.
Ich war froh, dass ich die letzten Tage vor der Operation noch einmal mit Freunden verbringen konnte, weil ich damit rechnete, 1-2 Wochen im Spital bleiben zu müssen. Es waren ja Sommerferien - warmes Wetter und alle hatten frei -, und so fiel mir der Abschied schwer.
Ursprünglich hatte ich mich auf die Operation gefreut, weil sie eine optische Veränderung mit sich bringen würde. Doch je näher der 27. Juli kam, desto nervöser wurde ich. Ich hatte Angst vor Schmerzen und Langeweile. - Meine Sorgen sollten unbegründet sein.
Im Spital
Den Donnerstagnachmittag verbrachte ich mit Warten und einigen Untersuchungen, bevor ich dann für eine lange Zeit ein letztes Mal richtig essen durfte. Abends wurde mir noch Blut genommen und ich erhielt eine Anti-Thrombose-Spritze (wie jeden Abend im Spital). Die Spritze konnte ich mir sogar einmal selber geben, es war wirklich nicht schlimm.
Die Operation war auf Freitagmorgen um halb 8 Uhr angesetzt. Ich kann mich nicht mehr in allen Einzelheiten an diesen Morgen erinnern, muss wohl an der Narkose liegen.
Die Operation dauerte etwa 3 Stunden, nach 12 Uhr bin ich wieder aufgewacht - mit riesigen geschwollenen Backen!

Noch am selben Nachmittag stand ich wieder auf eigenen Beinen, wenn auch noch ziemlich unsicher. Am Samstag wurde ich die Infusion los und am Dienstagmorgen konnte ich nach Hause gehen. Ernährt habe ich mich währenddessen von Vanille-, Schoko- und Erdbeerfrappés (irgendwann reichts...), etwas später konnte ich dann auch Suppe und Ähnliches essen. Im Spital habe ich 3kg abgenommen!
Zu meiner Überraschung und Erleichterung hatte ich wenig bis keine Schmerzen - nur die eklig feuchten Kühlelemente für die geschwollenen Backen ärgerten mich, besonders nachts, wenn ich nicht schlafen konnte. Und mein Bündner Zimmernachbar hat einmal ganz fürchterlich geschnarcht, so dass nur noch Oropax halfen, andererseits war er unkompliziert und gesprächig.
Merci Debi, dass du mich im Spital besch cho bsueche! Esch mega lieb gsi. ![]()
Wieder zu Hause
Da stand ich also am Dienstagmittag wieder zu Hause - erschöpft, aber irgendwie glücklich.
Nun hatte ich noch den ganzen August vor mir - bereits am Mittwoch habe ich mit Freunden den 1. August gefeiert (wenn auch wehmütig ohne Fleisch). Apropos essen, das war echt eine harte Umstellung, nach dem Motto: "Beissen liegt nicht drin"... Ass ich vorher, was ich in die Finger kriegen konnte, am liebsten Fleisch und Süsses, musste ich mich in den kommenden 3-4 Wochen mit Suppe, Joghurt und anderen gut zu schluckenden Esswaren zufrieden geben. Scheisse! Kleiner Tipp: Fisch lässt sich prima essen und erinnert doch irgendwie an Fleisch.
Wie geht's weiter?
Letzte Woche hat mir der Chirurg versichert, dass sich alles wunderbar nach Plan entwickelt. Jetzt steht bis Februar 2008 nur noch eine einzige letzte Operation an, und die soll (besonders optisch) noch einmal ganz viel verändern, vor allem an der Nase, auf Wunsch aber auch an der Oberlippe.
Nur noch eine Operation, und dann ist der ganze - sorry - Albtraum vorbei.
Geniale Aussichten!!
Nachtrag (3. September 2009):
Es freut mich, dass dieser Blogeintrag auf so grosses Interesse stösst. Ich freue mich über jeden Kommentar!
Ich beantworte auch gerne weitere Fragen. Wer mag, schreibt mir auf reto [-at-] retoschaller.ch.
13. Dezember 2009: Stilistische Änderungen =)


muess das evt au mache und würd meh drüber wüsse!!!
han au ehrlich gseit mega angscht devo,träge sit 2 jahre scho ä spange,und bevor ich ä spange becho han hends mier das scho vorgschlage,det hanis aber abglehnt us luter angscht,und jetzt wohni eini han würdi gern villicht diä op mache!!!
würd mich freue wenni meh drüber wüsse würd!!wer froh wenn mer fürsch paar infos geh zur op!!!
liebs grüessli leonardo
das wer denn mini msn ady:[hani weggmacht
ha biz im internet über chieferoperatione gsuecht, und bi froh gsi, sone ehrliche bricht zläsä. öppis ähnlichs stot mer ungfähr imne monet bevor.
ich ha di welle fröge, wies gange isch mitem rede?
gad nach dr operation und au spöter?
wür mi freue öppis vo dir zkhöre.
bis gli anja
Ich wünsch dir uf jede Fall scho mal alles Gueti!
Reto
ich find den Dialekt total drollig und wenn mans geschrieben sieht versteht man wenigstens alles:) Aber eigentlich wollte ich mich für den Bericht bedanken, denn mir steht sowas auch bevor und jetzt hab ich nicht mehr ganz so große Angst.
Viele Grüße aus Berlin
Ich freu mich immer wieder, wenn der Bericht jemandem hilft. Und besonders schön ist es dann natürlich, wenn ich das auch erfahre
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wie chani di ergendwo privat erreiche (e-mail)
ha paar frage, wär froh über paar antworte da es dure hesch denki mal das mir helfe chasch...
gruess Päde
reto ____ @ ____ retoschaller.ch
eifach ohni ____
i muess das au go mache.. und ha mou wöue froge öp du msn odr so hesch zum e chli schwätze und so?
Grüessli
jetzt ischs ja scho 1 monet her .. wahrschiinli bisch scho fasch wieder so fit wie vorher?
wielang hesch den du ned dörfe bisse??:-)
vor der operation nimm ich mal a hesch nid wie all ander chöne rede..... will de under kiffer witer dussen isch als de oberkiffer...
die sprach tön und das ganze züg het anders tönt als die wo normale kiffer hend....
mi interessiert wie isch es nach dem OP
merkssch du de unterschied wen du redsch??
wür mi freue über en antwort. danke
Läck beni froh dassi sone guete bricht gfunge ha wies dine isch.
Danke vöumou!
E ha das ganze no vor mer u zwar ou amene verschissne Datum -
dr 29.12.2009 jupiii. nüt mit Silvester ir Waldhütte.
Hesch nachem Spitau ou no abgnoh?
Grüessli
Marina