Hawaii #1: Oahu – Weihnachten am Strand

Über Weihnachten/Neujahr habe ich 3 Wochen Hawai’i gebucht. Ich besuche die Inseln O’ahu, Kaua’i, Mau’i und Big Island, jeweils für 5-6 Tage.

Am Montagabend lande ich nach 6 Stunden Flug in Oahu. Mit „Reliable Shuttle“ geht’s für gerade mal 10 USD ins Seaside Hostel in Waikiki, wo ich Nadine wiedersehe. Sie ist schon am Mittag angekommen.

Am Dienstag gehen wir zu zweit auf Entdeckungstour. Von Waikiki bin ich besonders am Anfang enttäuscht, es ist wirklich eine richtig touristische Hotelburg. Dazwischen finden sich viele Luxusläden und ein klitzekleiner überfüllter Waikiki Beach. Zum Glück werde ich noch auf andere Inseln gehen! An wirklich jeder Ecke gibt es einen „ABC Store“ für das wichtigste (Essen, Trinken, Strandsachen), ausserdem gibt’s auch noch den Hawaii International Market und viele andere Souvenirläden. Später am Abend kommt dann mein Nachbar Oli an, und am nächsten Tag Rico, der ebenfalls im gleichen Dorf wohnt wie ich 🙂

Hanauma Bay und Koko Crater

Am Mittwoch geht’s dann endlich aus Waikiki raus, wir gehen in der Hanauma Bay schnorcheln. Die Hanauma Bay ist ein must-do in Oahu und ist bekannt für die vielen Fische und auch für Schildkröten. Zuerst bin ich aber wieder enttäuscht vom Schnorcheln – ich sehe nur einzelne Fische und keine Schildkröten. Meine Massstäbe sind nach Schnorcheln in Ägypten und Tauchen an anderen Orten einfach zu hoch! Nach einem Nickerchen am Strand gehen wir noch mal schnorcheln, und siehe da, wir sehen mindestens 3 verschiedene Turtles, die friedlich durchs Wasser „gleiten“.

Gegen 16 Uhr gehen wir dann los, kurz entschlossen wollen wir noch den Koko Crater auf der anderen Seite der Strasse besteigen. In Flipflops und barfuss gehen wir die scheinbar endlose Treppe hoch, die Treppe wird immer steiler und die Stufen immer unregelmässiger.. Aber irgendwann haben wir‘s geschafft und geniessen die Aussicht!

Der Abstieg geht dann ganz schön in die Knie, und den letzten Bus verpassen wir auch gleich noch. Macht nichts, 2 Amerikaner sind so nett und nehmen uns mit zurück nach Waikiki.

Mit dem Auto unterwegs

Am Donnerstag mieten wir ein Auto, um mehr zu sehen von der Insel. Wir fahren der Ostküste entlang hoch bis zur North Shore. Unterwegs stoppen wir an diversen Aussichtspunkten und schönen Stränden (z.B. Makupu’u Point, Kailua Beach etc.), essen Butter Garlic Shrimps und geniessen am Banzai Pipeline Beach und in der Waimea Bay die Wellen. Zurück geht‘s dann über die Dole Plantation, wo jede Menge Ananas angepflanzt werden.

Surfen und Sonnenstich

Am Freitag stehen wir noch einmal früh auf: Wir gehen surfen – zum ersten Mal! Morgens um halb 9 Uhr ist der Strand noch fast leer, und draussen im Wasser tummeln sich nur wenige Surfer. Surfen fand ich ganz witzig, obwohl ichs nicht so richtig hingekriegt habe. Jedes Mal beim Aufstehen auf dem Brett „hat es mich in den Rücken gezwickt“.. Ich habe heute noch, 2 Tage später, richtig heftige Rückenschmerzen, das hat mir den Spass an der Sache irgendwie genommen. Aber ich werds bestimmt wieder mal versuchen! Und nur schon den Pros zuzuschauen macht auch Spass!

Nach dem Surfen am Morgen machten wir uns mit unserem Weihnachtsbaum auf eine kleine Weltreise. Wir verbrachten den Nachmittag am fast leeren Diamond Beach und schossen Fotos mit uns und dem Weihnachtsbaum =) Am Abend hatte ich einen richtig üblen Sonnenstich, weil ich am Nachmittag überhaupt nichts getrunken hatte. Mit dem Kopfweh habe ich lieber das Bett gehütet, als die anderen 3 am Abend weggingen. Schade!

Ausflug nach Pearl Harbor

Eigentlich hätten wir für Samstag noch einmal ein Auto mieten wollen, aber das hatte irgendwie nicht geklappt. Kurzfristig bin ich dann um 11 Uhr morgens nach Pearl Harbor gefahren. Nach einer Stunde Busfahrt war ich da. Der Eintritt ist gratis, und man kann einen Film schauen und eigentlich auch zum Memorial der USS Arizona fahren – wenn der Wind nicht zu stark gewesen wäre und die Bootstour damit ins Wasser fiel. Der Film war allerdings sehr interessant, und für 10 USD extra konnte man auf die USS Bowfin (ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg). Auf dem U-Boot war es wirklich eng, unvorstellbar wie auf dem kleinen Raum die Mannschaft miteinander klar kam! Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch die USS Missouri besichtigt, ein Schlachtschiff aus dem 2. Weltkrieg.

Als ich zurückkam, war bei uns im Hostel bereits das Christmas Dinner im Gange. Es gab Truthahn und Schinken, und diverse Beilagen. Später am Abend landeten wir in der Gay Bar um die Ecke. (Irgendwie kommt man hier einfach nicht um die Szene herum!) Haha wir spielten da aber nur Pool 🙂

Damit waren die paar Tage in Oahu bereits vorbei. Am Sonntag musste ich auschecken, ging nochmal zum Strand (Military Beach, der war weniger überfüllt) und ein wenig einkaufen. Ich wäre gerne nochmal zur North Shore, und überhaupt an die Westküste, und vielleicht auch auf einen der Trails im Inneren der Insel. Dafür war die Zeit aber einfach zu knapp.

Vielleicht noch etwas zum Wetter: Während der ganzen Woche war es sehr windig, und Regen und Sonnenschein haben sich ständig abgewechselt. Andererseits war der Regen nie wirklich schlimm … und das Thermometer fiel bestimmt auch nie unter 20 Grad. Jetzt im Moment warte ich am Flughafen auf den Abflug nach Kaua’i – the Garden Island!

Kommentar verfassen