Hawaii #4: Big Island – Die letzten Tage in Hawaii

Big Island – die letzte Station meines Hawaii-Abenteuers! Jetzt ist es bereits mehr als ein Jahr her, aber ich denke immer wieder zufrieden zurück! In der Zwischenzeit habe ich mir auch ein Fotobuch zusammengestellt, und nur schon das Blättern darin macht glücklich!

Im einstündigen Flug von Maui nach Big Island konnte ich bereits einen kleinen Blick auf den schneebedeckten Gipfel des Mauna Kea werfen. Big Island (oder auch: Hawai’i) ist die grösste Insel und auch wieder enorm vielfältig – mit Stränden, Wasserfällen & tropischen Gewächsen, aktiven Vulkanen, grünen Wiesen, Steinwüsten und Schnee. Die Tage in Big Island waren auch wieder vollgepackt mit kleinen Abenteuern, beeindruckenden Aussichten und fast immer schönem Wetter :-)

Als erstes holte ich am Flughafen Hilo das Mietauto ab, wo ich – wohl noch etwas euphorisiert vom Ford Mustang auf der Insel Kauai :) – dann kurzfristig ein Upgrade auf einen Jeep buchte. Nach einem kurzen Abstecher zum japanischen Garten (Liliuokalani Park) und zur danebenliegenden Coconut Island, wo ich von einem Google Maps Fahrrad (!) fotografiert wurde, ging es raus aus der Stadt.

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Erste Station war der botanische Garten mit über 2000 tropischen Pflanzen aus aller Welt. Echt beeindruckend! Kurz darauf ging weiter zu den Akaka Falls. Dort donnert ein Wasserfall 129 Meter in die Tiefe!

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Ich war etwas in Eile, weil ich am selben Nachmittag unbedingt noch auf den Gipfel vom Mauna Kea wollte, um von dort den Sonnenuntergang zu beobachten. Auf dem Weg besuchte ich noch kurz die Rainbow Falls im Wailuku River State Park, die sind aber nicht ganz so hoch (24 Meter). Die Schnellstrasse („Saddle Road“) zum Mauna Kea war praktisch leer, führt stetig bergauf und trotz einiger Kurven kann man relativ locker mit 70-80 Meilen/Stunde drüber heizen :-) Unterwegs führt dann eine Abzweigung zum Besucherzentrum. Ab dem Besucherzentrum ist die Strasse unbefestigt.

Zuallererst war aber eine Pause angebracht. Ich hatte ein wenig Kopfschmerzen, schliesslich war ich innert kürzester Zeit von gut 0 auf 2800 Meter aufgestiegen. Wie empfohlen blieb ich 30 Minuten bei der Station, um mich zu akklimatisieren. Ich vertrieb mir die Zeit im Shop und mit dem angebotenen Film und den Infotafeln.

Ich war mir nicht sicher, was mich erwarten würde. Ich war noch nie mit einem Allradantrieb gefahren, hatte keine Ahnung, ob sich ein Auto in dieser Höhe anders verhält und hatte wirklich keine Lust, wieder steckenzubleiben. Damit hatte ich ja im Zion National Park schon Erfahrung gemacht, zudem hätte ich im Monument Valley dank dem unebenen Gelände fast den Unterboden geschrottet :-)

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Die Fahrt verlief dann aber problemlos, und ich erreichte den Gipfel auf gut 4200 Metern. Mit dem Auto, man stelle sich das mal vor! Und die Aussicht war einfach gigantisch! Ich versuche zu beschreiben… Der Himmel war blau, ein Meer aus Wolken lag unter uns, dazu stand der Mond bereits hoch am Himmel, es lag ein bisschen Schnee, man sah hinüber nach Maui, und der ganze Boden schimmerte rostbraun-rot. Ich genoss den Sonnenuntergang – mit vielen anderen Leuten zwar, aber Platz hatte es längst genug.

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Nach diesem magischen Moment fuhr ich im Dunkeln wieder zum Besucherzentrum auf 2800 Metern, wo ich alsbald den Erläuterungen eines Park Rangers über den Sternenhimmel und die Bedeutung der grossen Teleskope auf dem Mauna Kea lauschte. Man konnte auch durch verschiedene (kleine) Teleskope auf einzelne Sterne blicken. Trotzdem war es schon bald Zeit, wieder zurückzufahren und dann in Richtung Osten nach Mountain View zu fahren, wo ich im „Pine Apple Park Volcano“ untergebracht war. Das waren immerhin noch 90 Kilometer. Das Hostel liegt sehr versteckt, hat einen riesigen Garten und offenbar meist wenige Gäste. Im hinteren Garten hat der Besitzer übrigens seinen persönlichen Schrottplatz mit ausgeweideten, rostigen Fahrzeugen und allerlei sonstigem Gerümpel eingerichtet…

Den ganzen nächsten Tag verbrachte ich im Hawaii Volcanoes National Park. Dort holte ich mir im Visitor Center die aktuellsten Informationen und ging erst mal zu Fuss entlang dem „Sulphur Banks Trail“, ein kleiner Spaziergang, wo es entlang des Weges dampft und nach Schwefel riecht. Am Ende stösst man dann auf die „Steam Vents“ – kleine und grosse Öffnungen im Boden, aus denen Wasserdampf hochsteigt. Im Thomas A. Jaggar Musuem in der Nähe habe ich mich kurz über Seismographen informiert und die verschiedensten Vulkangesteine betracht. Es gibt sogar ein Vulkangestein, das täuschend echt nach Haaren aussieht! Steine wie Haare – ja!

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Vom Museum her bin ich den ganzen Weg zurückgefahren und habe die Strasse runter an die Küste gewählt. Die Strasse ist mehrere Meilen lang, und ich fand es wirklich faszinierend, wie sich die Vegetation immer wieder verändert – je nachdem, wie alt die Lava am Boden bereits war.

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Ich fuhr bis ans Ende der Strasse, vorbei an Petroglyphen und dem „Sea Arch“, wo die Lava zwischen 1983 und 2000 die Küstenstrasse „überschwemmt“ hatte. Auch das ist sehr eindrücklich. Hier entstand auch das Bild mit dem in der Lava „versunkenen“ Verkehrsschild. Leider konnte ich nirgends beobachten, wie Lava ins Meer floss – einige Tage zuvor war der Lavastrom plötzlich versiegt, und sollte (wie ich kürzlich erfuhr) erst wieder ein knappes Jahr später einsetzen. Ich unterhielt mich darüber ein wenig mit den Park Rangern. Der eine hatte sogar kürzlich Freunde in der Schweiz besucht :)

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Auf dem Rückweg besuchte ich noch kurz die Thurnton Lava Tube („Lava-Röhre“). Dort floss früher tatsächlich Lava hindurch, heute kann man darin problemlos zu Fuss gehen.

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Für den nächsten Morgen hatte ich mir eine Wanderung vorgenommen, und zwar den Kilauea Iki Trail. Allein die Strecke quer durch den Kraterboden betrug 4 Kilometer – dort unten werden einem die Dimensionen erst richtig bewusst!

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Gegen Nachmittag war es Zeit, weiterzufahren. Ich fuhr nach Punaluu im Süden, genauer zum „Black Sands Beach“. Der Strand war denn auch wirklich schwarz, und im Wasser tummelten sich wieder einmal viele Schildkröten. Nur die Sicht unter Wasser war nicht besonders gut, weil sich Süsswasser und Salzwasser vermischten. Nach einem weiteren kurzen Abstecher zum allersüdlichsten Punkt der USA „Ka Lae“ ging es weiter entlang der Kona-Küste. Dort übernachtete ich im „Pine Apple Park Kona“. Insgesamt ist das Angebot an Hostels in ganz Hawaii recht bescheiden (mal abgesehen von Honolulu), und man muss nehmen, was es gibt.

Am Abend traf man sich zum Kochen in der Küche, und ich vereinbarte mit einem Kanadier, dass wir am nächsten Tag zusammen schnorcheln gehen würden. So schnallten wir am anderen Morgen ein Kajak auf meinen Jeep und fuhren ans Meer, wo wir dann quer über die Kealakekua Bay paddelten. Wir schnorchelten einige Stunden beim Captain Cook Monument und genossen die Unterwasserwelt.

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Am späteren Nachmittag stattete ich der Mountain Thunder Farm noch einen kurzen Besuch ab. Ich konnte an einer Führung teilnehmen, wo gezeigt wurde, wie Kaffee(bohnen) verarbeitet und geröstet werden. Im Shop habe ich mir leckere schokoladenüberzogene Kaffeebohnen und Macadamianüsse gekauft. :-)

Weil ausserdem eine Macadamianuss-Plantage so nahe lag , habe ich diese am nächsten Tag auch noch besucht und mich dort mit Schokolade mit Kokosnussraspeln eingedeckt… Auch lecker. Macadamiabäume stammen ursprünglich aus Australien, heute ist aber Hawaii der grösse Macadamianussproduzent. Das eigentliche Ziel an dem Tag war aber der „Pu’uhonua o Honaunau Park“. Der Park liegt direkt am Meer und man erfährt mehr über die Ureinwohner von Hawaii. Zudem gabs auch wieder Schildkröten zu sehen, und unweit vom Park kann man schnorcheln gehen. Für einmal habe ich mir an dem Abend ein richtiges Essen im Restaurant gegönnt.

Der letzte Tag in Hawaii war dann nochmal geprägt von einer langen Autofahrt – 250 Kilometer, die mir aber nichts ausmachten. Ich wollte mir keine Highlights entgehen lassen und fuhr kurz nach Kona durch eine regelrechte „Lavasteinwüste“ entlang der Küste, bis es im Norden der Insel dann sehr grün wurde. In den grünen Wiesen fanden sich aber doch ab und zu Kakteen! Ich machte Stopps beim Pololu Valley Lookout und beim Waipio Valley Lookout, bevor es dann (bereits wieder im Dunklen) zurück nach Hilo ging.

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Am nächsten Tag flog ich via Honolulu zurück nach Los Angeles. Damit war ich am Ende einer wahnsinnig spannenden und intensiven Reise angelangt! Rückblickend muss ich sagen, dass ich mit den 3 Wochen in Hawaii auf 4 verschiedenen Inseln echt ein sportliches Tempo vorgelegt hatte. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber ich würde es wieder so machen!

Wie dem auch sei … für mich war‘s wieder ein einmaliges Erlebnis! Zwei Tage später sollte ich mich schon in Mexiko wiederfinden!

 

Alle Fotos:

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Hawaii #3: Wandern, Schnorcheln und Chillen in Mau’i

Der nächste Stop war Maui. Maui ist die zweitgrösste Insel in Hawaii. Auch diese Insel ist durch Vulkanaktivitäten entstanden. Der ältere Vulkan im Westen ist vollkommen bewachsen, während der jüngere und grössere Haleakalā zu grossen Teilen eher an eine Mondlandschaft erinnert.

Übernachtet habe ich im Banana Bungalow Maui Hostel. Es liegt ziemlich ausserhalb, aber das Hostel bietet jeden Tag eine Tour an – so kriegt man ohne etwas zu organisieren viel zu sehen. Einige Gäste hatten aber trotzdem ein Mietauto, um unabhängiger zu sein.

Haleakalā National Park

Am Samstag ging es gleich mit der heftigsten Tour los – 12 Meilen wandern im Haleakalā-Vulkan! 20 Kilometer! Zuerst fuhren wir rund 2 Stunden bis auf fast 3000 Meter hoch. Die vielen Kurven erinnerten ganz schön an die Passstrassen in der Schweiz. Und dann die Aussicht beim Visitor Center! Wir waren weit über den Wolken, und konnten in den Krater hineinsehen. Hier oben war es auch ganz schön kalt.

Bald darauf marschierten wir los. Die nächsten 6 Stunden führten uns durch etwa 6 Klimazonen. Die erste Hälfte des Weges war enorm steinig, es ging ständig bergab (in den Krater). Die Farbe und Form der Steine veränderte sich immer wieder, wie auch die ganze Umgebung. Die Silversword-Pflanze wächst anscheinend 50 Jahre, blüht dann einmal und vergeht dann.

In der Zwischenzeit war es so neblig geworden, dass man teilweise nicht mal 10 Meter weit sah. Ausserdem war die Luft so feucht, dass sich Wassertropfen an meinen Armhäärchen festsetzten :)

Nicht viel später klarte es wieder auf. Unglaublich, wie sich ab und zu Pflanzen zwischen all den Steinen hervorkämpfen. Oder wie manche Lavasteine enorm viel schwerer sind als andere. (das hat mit den eingeschlossenen Luftbläschen zutun)

Wir kamen noch an einigen erkalteten Lavaröhren vorbei, bis wir die Holua Cabin erreichten. Dort könnte man mit einem permit übernachten. Dorf trafen wir auch auf einige Nēnēs – Gänse, die es nur in Hawaii gibt.

Bald darauf ging es dann nur noch steil bergauf, immer im Zickzack, vorbei an Felswänden mit viel Farn und einem bombastischen Ausblick zurück in die Ebene, die wir vorher durchquert hatten.

Oben angekommen, fuhren wir mit den Bussen direkt zum Gipfel auf 3055 m.ü.M., wo wir in der Kälte den Sonnenuntergang bestaunten. – Eine Woche später durfte ich dasselbe noch einmal erleben, nur dann auf dem Mauna Kea  in Big Island.

Bei all der Anstrengung hätten wir beinahe vergessen: Es war Silvester. Was für ein Tag! Und was für ein Abend!

Makena Beach Sunset Party

Am nächsten Tag war eine lockere Tour angesagt – Ausflug zum Strand, Zeit zum Entspannen. Makena Beach (oder Big Beach) ist ein schöner Strand mit wunderbar klarem und blauem Wasser.

Wir entschieden uns allerdings, nebenan zum Little Beach zu gehen. Der Strand ist klein und ein wenig abgeschieden. Dort findet sich vor allem sonntags eine ziemlich alternative und buntgemischte Szene: Dort wird getanzt, getrommelt, Gitarre gespielt, Alkohol getrunken, sonstige Drogen konsumiert, manche sind komplett nackt, manche oben ohne, natürlich wird auch gebadet und geschnorchelt, ab und zu Hula Hoop-Reifen geschwungen, kunstvolle Autos aus Sand geschaffen, dann schaut man zusammen andächtig den Sonnenuntergang, und nach Sonnenuntergang geht’s weiter mit Künstlern, die mit Fackeln jonglieren.

Die ganze Szenerie ist eindrücklich, aber auch umstritten. Einerseits zeigt sich: Hawaii ist anders, relaxter als das Festland, andererseits wird der Strand immer mehr von Touristen und Aussteigern aufgesucht und geprägt, was die ursprüngliche Stimmung offenbar verändert. Auf Youtube findet man ziemlich hässliche Kommentare zu den Videos über Little Beach.

Ich fand’s interessant zur Abwechslung, aber auch lächerlich, wie manche Leute in diese Hippie-Welt flüchten. (ich behaupte das einfach mal) Und ohne Frage, all die Touristen machen den „Geist“ dieses Strandes kaputt, und da war ich leider selbst auch Teil davon.

Iao Valley Tour

Die kleine Wanderung am nächsten Tag führte uns ins Iao Valley (zum älteren der beiden Vulkane auf der Insel). Auf dem Weg dorthin stoppten wir bei den Kepaniwai Heritage Gardens, die den vielen Einwanderern und der Diversität ihrer Herkunftsländer gedenken. Die Arbeiter der Zuckerrohrplantagen stammten vor allem aus China, Japan, den Philippinen, Korea und Portugal.

Gleich zu Beginn der Wanderung sahen wir den Iao Needle, einen markanten, freistehenden Felsen. Danach kämpften wir uns durch dichtbewachsenen Dschungel mit Kaffee- und Bananenbäumen, probierten Früchte, deren Namen ich heute nicht mehr weiss und genossen schliesslich die Aussicht. Auf dem Rückweg ging ich barfuss, liess meine Füsse in jedem Schlammloch versinken, bis wir uns unten im Fluss eine Abkühlung gönnten.

Road to Hana

Heute stand ein echtes Highlight an, die „Road to Hana“. Diese Strasse führt von Kahului bis nach Hana, ist über 100 Kilometer lang, führt über mehr als 50 einspurige Brücken und vorbei an unzähligen Wasserfällen – und ist unglaublich kurvig. (Anscheinend gibt’s über 600 Kurven)

Ganz im Detail kann ich mich nicht mehr an den Tag erinnnern: Wir haben uns in Paia mit Esswaren eingedeckt, haben als nächstes bei Auntie Sandy’s Bananenbrot gegessen, sind zum Black Sands Beach und sind dort durch die Waianapanapa Caves durchgekrochen und -geschwommen (unsere Guides hatten wasserdichte Taschenlampen dabei, aber es war doch ein bisschen gruselig, weil es trotzdem fast stockdunkel und eng ist, und man dauernd Wasser treten muss). Wir waren dann eine Weile an einem Strand mit ruhigem, glasklarem Wasser, sind weiter und haben in einem Pool unter einem Wasserfall gebadet, und sind dann zu guter Letzt zu den Waimoku Falls gewandert. Die befinden sich ca. 3 Kilometer im Inselinnern, der Weg führt durch einen enorm dichten Bambuswald. Die Halme waren bestimmt höher als 10 Meter. Dadurch war es auch ziemlich dunkel. Der Wasserfall ist der grösste in Maui, die Fallhöhe beträgt etwa 130 Meter.

Diejenigen, denen es nicht besonders nach einer weiteren Wanderung zumute war, vertrieben sich die Zeit an den „Seven Sacred Pools“. Für beides blieb leider keine Zeit.

Lahaina und Kaanapali Beach

Die Tour heute ist wieder eher gemütlich, wir starten mittags und fahren erst mal zur Maliko Bay. Dort schauen wir den Pros für eine Weile beim Wellensurfen zu, für morgen wurde die grösste Welle der bisherigen Saison angekündigt! Für uns geht’s dann weiter, wir mieten erstmal Schnorchelausrüstung und verbringen den Rest des Nachmittags am Kaanapali Beach. Wir haben ein Bodyboard dabei, das macht richtig Laune! Aber man unterschätzt schnell einmal die Kraft des Wassers. Ich werde von einer Welle regelrecht „erschlagen“ und habe während den nächsten 3 Wochen immer wieder heftige Nackenschmerzen. :-)

Eine Stunde vor Sonnenuntergang trafen wir in Lahaina ein. Lahaina ist ein hübsches Städtchen am Meer. Nebst all den Touristenläden und Restaurants gibt es zwei wirklich sehenswerte Gallerien: jene von Thomas Barbèy und die von Peter Lik (gleich nebeneinander). Die Fotos sind beeindruckend, faszinierend, surreal. Aber googelt selbst!

Turtle Town Snorkel

Am letzten Tag auf Maui war noch einmal gemütliches Schnorcheln und Ausruhen am Strand angesagt.

Geschnorchelt haben wir bei beim Strand des Maui Prince Hotel, wo wir dann tatsächlich auch wieder Schildkröten sahen. Später sind wir dann wieder zum Makena Beach / Big Beach gefahren, und haben den restlichen Nachmittag genossen!

Am Abend war eine recht spezielle Band im Hostel zu Gast und hat da für Stimmung gesorgt :-)

Am nächsten Morgen war es dann wieder Zeit, weiterzureisen:

Big Island ahoi!

Hawaii #2: 5 Tage in Kaua’i (the Garden Island)

Als nächstes ging es weiter auf die Insel Kauai. Kauai ist die älteste Insel in Hawaii und wird auch „die Garteninsel“ genannt. Die Insel ist dicht bewachsen, rund um den Waiʻaleʻale gibt’s so viel Regen wie sonst nirgends auf der Erde. Die Insel ist so gross wie der Kanton Aargau, hat aber gerade mal 58000 Einwohner. In Kauai wurde auch Jurassic Park gedreht.

Der Flug von Honolulu nach Lihue war ziemlich unruhig – ich war dann froh, nach 30 Minuten Flug endlich wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Die nächsten 5 Nächte verbrachte ich im Honuea International Hostel in Kapa’a im Osten der Insel:

Mit dem Fahrrad der Küste entlang

Am Montag habe ich ein bisschen Schlaf nachgeholt, und habe dann am Nachmittag ganz in der Nähe für 10 USD ein Fahrrad gemietet. Damit bin ich von Kapa’a der Küste entlang dem shared-use path (bike/pedestrian) gefolgt. Unterwegs habe ich immer wieder mal gestoppt, Fotos geschossen, einsame Strände entdeckt, ganz weit draussen Wale gesehen, 2 Hawaiianer beim Kiffen gestört, für 2 Pensionäre aus dem kalten Alaska Fotos gemacht und so weiter und so fort :) An der Kuna Bay wollte ich eigentlich ein bisschen ins Meer raus, aber jede Welle hat mich wieder so enorm weit zurückgeschleudert, dass ich mich bald darauf erst mal am Strand ausruhen musste :)

Auf jeden Fall ein richtig gemütlicher Nachmittag!

  

Gegen Abend habe ich mich in Kapa’a Town ein wenig umgesehen, und dann zurück im Hostel diesen organic food gekocht, den ich mir am Morgen im Reformladen um die Ecke gekauft hatte. Polenta mit Kräutern und Paprikawurst, was für eine Kombination :) Jetzt lernte ich auch noch die anderen 5-6 Gäste kennen. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Wir vereinbarten eine gemeinsame Wanderung für den nächsten Tag.

Wandern im Waimea Canyon

Am nächsten Tag war ich dann früh genug wach, um den Sonnenaufgang am Strand geniessen. Bald darauf waren wir unterwegs zum Waimea Canyon. Beim Kalalau Lookout hat man eine wunderbare Aussicht ins Kalalau Valley, eines der zerklüfteten Täler an der Na’pali Küste. Wir waren der Krete entlang auf dem Pihea Trail unterwegs. Die Aussicht ins grüne Tal mit dem blauen Meer dahinter war schlicht umwerfend!!

  

Wir drehten dann auf etwa halbem Weg zum Kilohana Lookout um, damit uns noch genügend Zeit blieb für den Black Pipe Trail im Canyon. Allerdings waren auch hier die letzten x 100 Meter vor den Waipo’o Falls so trocken-rutschig, dass wir darauf verzichteten. Die Hitze brachte uns eh schon fast um :) Wenn ich mich richtig erinnere, konnten wir auf der letzten sandig-staubigen Anhöhe sogar einen kleinen Sandsturm (oder Luftwirbel..) beobachten. Und über unseren Köpfen knatterte immer wieder mal ein Helikopter vorbei. Da hatte wohl jemand die leichtere Art gewählt, Kauai zu entdecken. ;)

Poke poke 

Damit hatten wir uns definitiv ein wenig Entspannung verdient. Den späteren Nachmittag verbrachten wir am Strand im Mac Arthur Park im Südwesten, bevor wir zum Koloa Fish Market fuhren, und uns dort mit leckerem poke eindeckten. Poke ist ein Appetizer mit rohem Thunfisch und gibt’s in diversen Geschmacksrichtungen (Meersalz, Knoblauch, Seegras, …).

  

Als letztes stand dann noch das Abholen meines Mietautos auf dem Programm. Ich konnte für 20 USD/Tag zusätzlich ein Upgrade auf ein Cabrio ergattern. Wie geil! Davon hatten wir in Kalifornien immer geträumt! Leider war kein Ford Mustang mehr da und ich erhielt einen Chrysler Sebring, den ich am nächsten Morgen umtauschen konnte.

Ausflug an die North Shore / Hanalei

Auch am Mittwoch war ich wieder recht früh wach. Ich wollte gerade ins Auto sitzen, als Henry fragte, ob er mitkommen dürfte. Es sei egal wohin, Hauptsache mal weg vom Hostel… Klar! Wir haben dann also am Flughafen das Auto getauscht, sind dann weiter zu den Opaeka Falls, ins Keahua Arboretum (ein kleiner Park – dort bin ich mit dem Ford Mustang durch einen kleinen Fluss gefahren und hatte schon Angst, dass ich weggetrieben werde :) ) Im Park gab es auch jede Menge „Regenbogenbäume“ – Rainbow Eucalyptus), kurz darauf weiter zum Hindu-Kloster (das war fast ein wenig langweilig, die Aussicht dafür umso besser) und dann zum Schluss noch kurz beim (nachgebauten) Hawaiian Village am Wailua River vorbeigeschaut. Den Eintrittspreis dort haben wir uns aber gespart, zumal einer der Mitarbeiter mit einer Kettensäge herumlärmte..

Das war unser netter kleiner Morgenausflug, mittlerweile (halb 11) knurrte uns schon recht der Magen. Zurück im Hostel ass Henry dieses typische Haferflockenmüsli, und ich machte mich gleich wieder auf den Weg Richtung North Shore (Nordküste). Ich konnte meinen Hunger aber auch nicht mehr länger ignorieren, deshalb gab‘s kurz darauf diesen leckeren Snack:

  

Der nächste Stopp war beim Kilauea Lighthouse, auch dort habe ich mir den Eintritt wieder gespart. Interessanter war der 18jährige Typ mit der Machete, der nebenan Kokosnüsse verkaufte. Unglaublich, wie viel Saft da drin steckt! Besonders gut schmeckt es leider nicht. Auf jeden Fall habe ich mit ihm eine Weile gequatscht: Er hat mir seine Soundanlage im Pickup mit Ultra-Subwoofer gezeigt, behauptet, in Kauai gäbe es das beste Marihuana (natürlich hatte er auch gleich welches dabei.. So langsam machte ich mir Sorgen um die Hawaiianer), er hat über die Pauschaltouristen gelästert und mir gesagt, dass er (trotzdem) gerne mal aufs Festland würde, da war er nämlich noch nie.

 

Kurz nach Princeville in Richtung Hanalei gibt’s einige sehr schöne Aussichtspunkte ins fruchtbare Hanalei Valley. In Hanalei selbst habe ich dann zwei Anhalter mitgenommen, die es bis hierher mit dem Bus geschafft haben: Einen Griechen mit seiner asiatischen Frau oder Freundin. Mit denen bin ich dann ans Ende der Strasse gefahren, natürlich nicht ohne unterwegs die Wet and Dry Caves anzuschauen. Wieder alleine, habe ich dann kurz die ersten 1-2 Kilometer des Kalalau Trail gemacht. (genau, der führt zu dem Tal, was wir am Vortag auf der Wanderung gesehen hatten) Hin und zurück sind es aber 36 Kilometer, eindeutig zu viel!

Leider war der Tunnels Beach zum Schnorcheln gesperrt, dabei war ich auch deswegen hergekommen… Tja. Ich bin noch ein wenig den Stränden entlang spaziert, habe in Hanalei gegessen und mich dann auf den Rückweg gemacht. Es wurde schnell recht kühl.

Mit dem Katamaran der Na’pali-Küste entlang

Für den Donnerstag hatte ich bei Captain Andy’s die Katamaran-Schnorcheltour an der Na’pali-Küste gebucht. Es hiess also früh aufzustehen und noch im Dunkeln nach Eleele zum Hafen zu fahren. Der Katamaran war riesig, darauf hatten locker 40 Leute Platz, ohne dass es zu eng wurde!

Die Na’pali-Küste hatte ich 2 Tage früher schon einmal von oben gesehen. Aber erst jetzt von unten wurde deutlich, wie hoch die Kliffe sind! Unterwegs sahen wir auch jede Menge Buckelwale und Spinnerdelfine und einige Schildkröten. Die Delfine schwammen auch immer wieder direkt vor dem Bug, einfach genial! Und als wäre das noch nicht genug, schwammen einmal 3-4 Buckelwale direkt neben unserem Katamaran durch! Die sind riesig!

Nur aus dem Schnorcheln wurde nichts, dafür war der Wellengang zu heftig.

  

Gegen 14 Uhr war ich zurück an Land und fuhr direkt zum Spouting Horn Park. Hier wird bei jeder Welle Wasser durch eine erkaltete Lavaröhre gedrückt, und spritzt dann meterweit in die Luft. Nicht weit davon bin ich schnorcheln gegangen, aber das war nichts im Vergleich zu dem, was ich beim Captain Cook Monument in Big Island noch sehen sollte!

 

Abschied von Kauai

Der Freitag war bereits der letzte Tag in Kauai. Auch wenns nicht ganz so warm war heute, musste ich einfach unbedingt noch ein „shaved ice“ probieren. Im Prinzip ist das nichts anderes als abgeschabtes, lockeres Eis mit Sirup (für den Geschmack). Geil!

Ich fuhr auch noch zu den Wailua Falls, die sieht man aber von der Strasse her nicht besonders gut. Nach einem Regen sind sie natürlich auch gleich viel grösser.

Von wegen Regen: Kurz darauf war ich beim Hanama’ulu Beach Park, und es begann doch tatsächlich zu regnen. Bis auf 3 wahrscheinlich Obdachlose war dort keine Menschenseele. Sie waren in etwa in meinem Alter. Das Traurige war, dass sie aus Literflaschen Wodka und Whisky pur tranken. Ich fühlte mich anfangs ziemlich unwohl, wollte mich aber auch nicht aus dem Schutz des Strandhäuschens in den Regen begeben. Und so begann ich mit ihnen zu reden, sie waren eigentlich ganz freundlich. Natürlich hatten sie auch meinen Mustang gesehen. Das war schon merkwürdig, dieser Kontrast.

Am späteren Nachmittag ging es dann weiter nach Maui!

Hawaii #1: Oahu – Weihnachten am Strand

Über Weihnachten/Neujahr habe ich 3 Wochen Hawai’i gebucht. Ich besuche die Inseln O’ahu, Kaua’i, Mau’i und Big Island, jeweils für 5-6 Tage.

Am Montagabend lande ich nach 6 Stunden Flug in Oahu. Mit “Reliable Shuttle” geht’s für gerade mal 10 USD ins Seaside Hostel in Waikiki, wo ich Nadine wiedersehe. Sie ist schon am Mittag angekommen.

Am Dienstag gehen wir zu zweit auf Entdeckungstour. Von Waikiki bin ich besonders am Anfang enttäuscht, es ist wirklich eine richtig touristische Hotelburg. Dazwischen finden sich viele Luxusläden und ein klitzekleiner überfüllter Waikiki Beach. Zum Glück werde ich noch auf andere Inseln gehen! An wirklich jeder Ecke gibt es einen “ABC Store” für das wichtigste (Essen, Trinken, Strandsachen), ausserdem gibt’s auch noch den Hawaii International Market und viele andere Souvenirläden. Später am Abend kommt dann mein Nachbar Oli an, und am nächsten Tag Rico, der ebenfalls im gleichen Dorf wohnt wie ich :)

Hanauma Bay und Koko Crater

Am Mittwoch geht’s dann endlich aus Waikiki raus, wir gehen in der Hanauma Bay schnorcheln. Die Hanauma Bay ist ein must-do in Oahu und ist bekannt für die vielen Fische und auch für Schildkröten. Zuerst bin ich aber wieder enttäuscht vom Schnorcheln – ich sehe nur einzelne Fische und keine Schildkröten. Meine Massstäbe sind nach Schnorcheln in Ägypten und Tauchen an anderen Orten einfach zu hoch! Nach einem Nickerchen am Strand gehen wir noch mal schnorcheln, und siehe da, wir sehen mindestens 3 verschiedene Turtles, die friedlich durchs Wasser “gleiten”.

Gegen 16 Uhr gehen wir dann los, kurz entschlossen wollen wir noch den Koko Crater auf der anderen Seite der Strasse besteigen. In Flipflops und barfuss gehen wir die scheinbar endlose Treppe hoch, die Treppe wird immer steiler und die Stufen immer unregelmässiger.. Aber irgendwann haben wir‘s geschafft und geniessen die Aussicht!

Der Abstieg geht dann ganz schön in die Knie, und den letzten Bus verpassen wir auch gleich noch. Macht nichts, 2 Amerikaner sind so nett und nehmen uns mit zurück nach Waikiki.

Mit dem Auto unterwegs

Am Donnerstag mieten wir ein Auto, um mehr zu sehen von der Insel. Wir fahren der Ostküste entlang hoch bis zur North Shore. Unterwegs stoppen wir an diversen Aussichtspunkten und schönen Stränden (z.B. Makupu’u Point, Kailua Beach etc.), essen Butter Garlic Shrimps und geniessen am Banzai Pipeline Beach und in der Waimea Bay die Wellen. Zurück geht‘s dann über die Dole Plantation, wo jede Menge Ananas angepflanzt werden.

Surfen und Sonnenstich

Am Freitag stehen wir noch einmal früh auf: Wir gehen surfen – zum ersten Mal! Morgens um halb 9 Uhr ist der Strand noch fast leer, und draussen im Wasser tummeln sich nur wenige Surfer. Surfen fand ich ganz witzig, obwohl ichs nicht so richtig hingekriegt habe. Jedes Mal beim Aufstehen auf dem Brett “hat es mich in den Rücken gezwickt”.. Ich habe heute noch, 2 Tage später, richtig heftige Rückenschmerzen, das hat mir den Spass an der Sache irgendwie genommen. Aber ich werds bestimmt wieder mal versuchen! Und nur schon den Pros zuzuschauen macht auch Spass!

Nach dem Surfen am Morgen machten wir uns mit unserem Weihnachtsbaum auf eine kleine Weltreise. Wir verbrachten den Nachmittag am fast leeren Diamond Beach und schossen Fotos mit uns und dem Weihnachtsbaum =) Am Abend hatte ich einen richtig üblen Sonnenstich, weil ich am Nachmittag überhaupt nichts getrunken hatte. Mit dem Kopfweh habe ich lieber das Bett gehütet, als die anderen 3 am Abend weggingen. Schade!

Ausflug nach Pearl Harbor

Eigentlich hätten wir für Samstag noch einmal ein Auto mieten wollen, aber das hatte irgendwie nicht geklappt. Kurzfristig bin ich dann um 11 Uhr morgens nach Pearl Harbor gefahren. Nach einer Stunde Busfahrt war ich da. Der Eintritt ist gratis, und man kann einen Film schauen und eigentlich auch zum Memorial der USS Arizona fahren – wenn der Wind nicht zu stark gewesen wäre und die Bootstour damit ins Wasser fiel. Der Film war allerdings sehr interessant, und für 10 USD extra konnte man auf die USS Bowfin (ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg). Auf dem U-Boot war es wirklich eng, unvorstellbar wie auf dem kleinen Raum die Mannschaft miteinander klar kam! Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch die USS Missouri besichtigt, ein Schlachtschiff aus dem 2. Weltkrieg.

Als ich zurückkam, war bei uns im Hostel bereits das Christmas Dinner im Gange. Es gab Truthahn und Schinken, und diverse Beilagen. Später am Abend landeten wir in der Gay Bar um die Ecke. (Irgendwie kommt man hier einfach nicht um die Szene herum!) Haha wir spielten da aber nur Pool :)

Damit waren die paar Tage in Oahu bereits vorbei. Am Sonntag musste ich auschecken, ging nochmal zum Strand (Military Beach, der war weniger überfüllt) und ein wenig einkaufen. Ich wäre gerne nochmal zur North Shore, und überhaupt an die Westküste, und vielleicht auch auf einen der Trails im Inneren der Insel. Dafür war die Zeit aber einfach zu knapp.

Vielleicht noch etwas zum Wetter: Während der ganzen Woche war es sehr windig, und Regen und Sonnenschein haben sich ständig abgewechselt. Andererseits war der Regen nie wirklich schlimm … und das Thermometer fiel bestimmt auch nie unter 20 Grad. Jetzt im Moment warte ich am Flughafen auf den Abflug nach Kaua’i – the Garden Island!

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