Slideshow

Hawaii #1: Oahu

Über Weihnachten/Neujahr habe ich 3 Wochen Hawai’i gebucht. Ich besuche die Inseln O’ahu, Kaua’i, Mau’i und Big Island, jeweils für 5-6 Tage.

Am Montagabend lande ich nach 6 Stunden Flug in Oahu. Mit “Reliable Shuttle” geht’s für gerade mal 10 USD ins Seaside Hostel in Waikiki, wo ich Nadine wiedersehe. Sie ist schon am Mittag angekommen.

Am Dienstag gehen wir zu zweit auf Entdeckungstour. Von Waikiki bin ich besonders am Anfang enttäuscht, es ist wirklich eine richtig touristische Hotelburg. Dazwischen finden sich viele Luxusläden und ein klitzekleiner überfüllter Waikiki Beach. Zum Glück werde ich noch auf andere Inseln gehen! An wirklich jeder Ecke gibt es einen “ABC Store” für das wichtigste (Essen, Trinken, Strandsachen), ausserdem gibt’s auch noch den Hawaii International Market und viele andere Souvenirläden. Später am Abend kommt dann mein Nachbar Oli an, und am nächsten Tag Rico, der ebenfalls im gleichen Dorf wohnt wie ich :)

Hanauma Bay und Koko Crater

Am Mittwoch geht’s dann endlich aus Waikiki raus, wir gehen in der Hanauma Bay schnorcheln. Die Hanauma Bay ist ein must-do in Oahu und ist bekannt für die vielen Fische und auch für Schildkröten. Zuerst bin ich aber wieder enttäuscht vom Schnorcheln – ich sehe nur einzelne Fische und keine Schildkröten. Meine Massstäbe sind nach Schnorcheln in Ägypten und Tauchen an anderen Orten einfach zu hoch! Nach einem Nickerchen am Strand gehen wir noch mal schnorcheln, und siehe da, wir sehen mindestens 3 verschiedene Turtles, die friedlich durchs Wasser “gleiten”.

Gegen 16 Uhr gehen wir dann los, kurz entschlossen wollen wir noch den Koko Crater auf der anderen Seite der Strasse besteigen. In Flipflops und barfuss gehen wir die scheinbar endlose Treppe hoch, die Treppe wird immer steiler und die Stufen immer unregelmässiger.. Aber irgendwann haben wir‘s geschafft und geniessen die Aussicht!

Der Abstieg geht dann ganz schön in die Knie, und den letzten Bus verpassen wir auch gleich noh. Macht nichts, 2 Amerikaner sind so nett und nehmen uns mit zurück nach Waikiki.

Mit dem Auto unterwegs

Am Donnerstag mieten wir ein Auto, um mehr zu sehen von der Insel. Wir fahren der Ostküste entlang hoch bis zur North Shore. Unterwegs stoppen wir an diversen Aussichtspunkten und schönen Stränden (z.B. Makupu’u Point, Kailua Beach etc.), essen Butter Garlic Shrimps und geniessen am Banzai Pipeline Beach und in der Waimea Bay die Wellen. Zurück geht‘s dann über die Dole Plantation, wo jede Menge Ananas angepflanzt werden.

Surfen und Sonnenstich

Am Freitag stehen wir noch einmal früh auf: Wir gehen surfen – zum ersten Mal! Morgens um halb 9 Uhr ist der Strand noch fast leer, und draussen im Wasser tummeln sich nur wenige Surfer. Surfen fand ich ganz witzig, obwohl ichs nicht so richtig hingekriegt habe. Jedes Mal beim Aufstehen auf dem Brett “hat es mich in den Rücken gezwickt”.. Ich habe heute noch, 2 Tage später, richtig heftige Rückenschmerzen, das hat mir den Spass an der Spass irgendwie genommen. Aber ich werds bestimmt wieder mal versuchen! Und nur schon den Pros zuzuschauen macht auch Spass!

Nach dem Surfen am Morgen machten wir uns mit unserem Weihnachtsbaum auf eine kleine Weltreise. Wir verbrachten den Nachmittag am fast leeren Diamond Beach und schossen Fotos mit uns und dem Weihnachtsbaum =) Am Abend hatte ich einen richtig üblen Sonnenstich, weil ich am Nachmittag überhaupt nichts getrunken hatte. Mit dem Kopfweh habe ich lieber das Bett gehütet als die anderen 3 am Abend weggingen. Schade!

Ausflug nach Pearl Harbor

Eigentlich hätten wir für Samstag noch einmal ein Auto mieten wollen, aber das hatte irgendwie nicht geklappt. Kurzfristig bin ich dann um 11 Uhr morgens nach Pearl Harbor gefahren. Nach einer Stunde Busfahrt war ich da. Der Eintritt ist gratis, und man kann einen Film schauen und eigentlich auch zum Memorial der USS Arizona fahren – wenn der Wind nicht zu stark gewesen wäre und die Bootstour damit ins Wasser fiel. Der Film war allerdings sehr interessant, und für 10 USD extra konnte man auf die USS Bowfin (ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg). Auf dem U-Boot war es wirklich eng, unvorstellbar wie auf dem kleinen Raum die Mannschaft miteinander klar kam! Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch die USS Missouri besichtigt, ein Schlachtschiff aus dem 2. Weltkrieg.

Als ich zurückkam, war bei uns im Hostel bereits das Christmas Dinner im Gange. Es gab Truthahn und Schinken, und diverse Beilagen. Später am Abend landeten wir in der Gay Bar um die Ecke. (Irgendwie kommt man hier einfach nicht um die Szene herum!) Haha wir spielten da aber nur Pool :)

Damit waren die paar Tage in Oahu bereits vorbei. Am Sonntag musste ich auschecken, ging nochmal zum Strand (Military Beach, der war weniger überfüllt) und ein wenig einkaufen. Ich wäre gerne nochmal zur North Shore, und überhaupt an die Westküste, und vielleicht auch auf einen der Trails im Inneren der Insel. Dafür war die Zeit aber einfach zu knapp.

Vielleicht noch etwas zum Wetter: Während der ganzen Woche war es sehr windig, und Regen und Sonnenschein haben sich ständig abgewechselt. Andererseits war der Regen nie wirklich schlimm … und das Thermometer fiel bestimmt auch nie unter 20 Grad. Jetzt im Moment warte ich am Flughafen auf den Abflug nach Kaua’i – the Garden Island!

USA #5: Thanksgiving Break / Las Vegas und National Parks

Endlich war sie da, die lang erwartete Thanksgiving-Woche. Die Uni blieb dank Thanksgiving eine Woche geschlossen und ermöglichte mir so einen weiteren Road Trip. Ich war gut eine Woche (von Freitag bis Samstag) unterwegs. Insgesamt bin ich ganze 3000 Kilometer gefahren!

Das erste Wochenende verbrachte ich mit 2 Mitstudenten in Las Vegas, ab Montag war ich dann alleine in den Nationalparks unterwegs. Es sollte eine der besten Wochen in den USA werden!

Das Wochenende in Las Vegas lass ich in dem Artikel hier auch gleich mal weg, denn: What happens in Vegas, stays in Vegas.

Montag, 21. November: Zion National Park

Ich machte mich also am Montagmorgen auf den Weg zum Zion National Park in Utah. Ich fuhr bis Virgin (der Ort heisst wirklich so), und bog da auf eine unscheinbare Nebenstrasse ab: Auf die Kolob Terrace Road. Ab da war die Landschaft sehr abwechslungsreich, ich gewann auch immer mehr an Höhe, bis ich bei etwa 2500m über Meer gelandet war.

Zu Beginn lag nur spärlich Schnee neben der Strasse, dann wurde es immer mehr. Ich war fast alleine unterwegs, einmal standen sogar Hirsche friedlich auf der Strasse.

Steckengeblieben im Schnee

Nach gut einer Stunde auf der Terrace Road bog ich ab Richtung Lava Point, einem Aussichtspunkt. Auf der Strasse lag richtig dick Schnee. Ich zögerte kurz, bevor ich einen Hang herunterfuhr – ein Fehler! Kurz darauf drehten meine Räder durch, als es nach der nächsten Kurve wieder bergauf ging. Ich musste wenden und ahnte schon Böses… Auch am anderen Hang drehten meine Räder wieder durch, und nach einigen aussichtslosen Versuchen parkte ich mein Auto in der Senke.

Ich zog mir warme Kleider über und machte mich zu Fuss auf den Weg zurück zur Terrace Road. Ich hätte wahrscheinlich gar nicht auf Schnee fahren dürfen mit dem Mietwagen, die Roadside Assisstance der Mietwagenfirma dürfte wohl ein Vermögen kosten, und überhaupt, in dieser gottverlassenen Gegend könnte es ewig dauern, bis die mich abschleppten…

Nach vielleicht 2 Kilometern war ich zurück auf der Strasse und hatte Glück: Nach wenigen Minuten kam ein Pickup angefahren. Der konnte dann mein Auto aus der Senke ziehen.

Nach diesem Erlebnis hatte ich erstmal genug von irgendwelchen Abenteuern im Schnee und machte mich auf den Rückweg nach Virgin. Die Landschaft war auf jeden Fall richtig schön mit all dem Schnee, und es herrschte eine einzigartige Stille.

Unterwegs auf dem Scenic Highway 9 in Richtung Zion Canyon holte ich mir erst mal einen heissen Tee. Kurz darauf war ich beim Eingang zum Park. Ich zahlte 80 Dollar für den Jahrespass für alle National Parks in den USA. Die Blätter an den Bäumen waren noch herbstlich gelb-orange. Ganz so aufregend war dieser Teil des Parks aber nicht mehr.

Ich bin dann gegen 19 Uhr in Hatch angekommen, ein kleines Nest im Nirgendwo. Die Strassen waren wie ausgestorben und spärlich beleuchtet. Mein Motel, Hatch Station, war günstig und komfortabel. Ich hab dann im Cowboy-Restaurant 2 Meilen weiter zu Abend gegessen (ich war der einzige Gast), und danach zurück im Motel den nächsten Tag geplant.

Dienstag, 22. November: Bryce Canyon NP, Capitol Reef NP

Welche Überraschung am nächsten Morgen! Bei einem Blick aus dem Fenster zeigte sich erst wo ich gelandet war: In einer grossen Ebene, die Sonne schien, Pferde grasten in der Ferne, alles war von Frost bedeckt, und es war gerade mal 27 Grad Fahrenheit „warm“. Und dann diese Stille!

Nach dem ich mit warmem Wasser den Frost von meiner Windschutzscheibe losgeworden war, fuhr ich weiter Richtung Bryce Canyon. Unterwegs stoppte ich kurz beim Red Rock Canyon – es war nett, aber da sollte noch viel Beeindruckenderes kommen.

Im Bryce Canyon NP führt eine einzige gerade Strasse in den Park, die dann konstant an Höhe gewinnt, bis auf rund 2900m. Unterwegs gibt’s viele Stopps (Aussichtspunkte), mal direkt an der Strasse, mal 5-10 Minuten zu Fuss vom Parkplatz. Die Aussicht und die merkwürdigen Felsformationen waren echt sehenswert.

An einem der Aussichtspunkte kam ich mit einem Deutschen ins Gespräch, der schon über 25 Jahre in den USA wohnt. Er arbeitete vor Ewigkeiten mal für eine Schweizer Zementfirma und kannte die Schweiz deshalb ganz gut. Ich habe mich mit ihnen ein wenig über die anderen National Parks in den USA ausgetauscht.

Für die Trails hatte ich weder Zeit noch das richtige Schuhwerk (durch den Schnee war alles matschig und rutschig). Ich habe nur den kleinen Trail vom Sunset zum Sunrise Point gemacht. Anscheinend waren an dem Tag auch Bären unterwegs (auf den längeren Trails) – tja, ich habe keine gesehen, schade!

Bald darauf ging die Fahrt weiter. In Escalante wollte ich eigentlich versteinerte Bäume ansehen, die im nächsten Park aber nicht gefunden (es war auch niemand da..). In Boulder besuchte ich das Anasazi-Museum mit den rekonstruierten Häusern. Die Anasazi sind Ureinwohner aus dieser Gegend. Die Strassen unterwegs waren lang und ausladend, mal fuhr ich auf einem Grat wo es links und rechts nur Felsen gab, mal zwischen Tannen wie zu Hause auf einer Bergstrasse.

Gegen 16.30 Uhr kam ich im Capitol Reef National Park an, und konnte den Park gerade noch so eine Dreiviertelstunde bei Tageslicht ansehen, danach war Schluss. Anschliessend fuhr ich weiter nach Moab, das waren nochmal 3-4 Stunden mit dem Auto. Unterwegs war ich oft alleine auf der Strasse. Auf einer der Strassen sah ich in 60 Kilometern gerade mal ein einziges Auto.

Das Hostel in Moab „Lazy Lizard“ war ziemlich lausig. Die meisten Gäste waren so um die 30-40 und Amerikaner. Mir schien es so, als hätten sich hier Penner ein Winterquartier eingerichtet :-) Eine Übernachtung kostet auch nur 9 Dollar. Ich wollte aber mit den Typen hier auf keinen Fall ein Zimmer teilen und hab dann für rund 25 Dollar ein eigenes gekriegt (im Prinzip ein Hostel-Mehrbettzimmer zur Alleinbenutzung…).

Mittwoch, 23. November: Arches NP

Als nächstes stand der Arches NP auf meiner Liste. Da gibt es jede Menge Felsbögen zu sehen, in allen Grössen und Formationen. Hier verbrachte ich einen ganzen Tag, mit vielen kleinen Trails zwischendurch. Den Dead Horse Point State Park nebenan liess ich weg, ich wollte nicht dauernd von Park zu Park hetzen.

Insgesamt fand ich den Arches NP allerdings weniger spannend als die ersten beiden (Zion und Bryce). Um ungefähr 18 Uhr war ich bereits in Blanding, im Four Corner’s Inn Motel. Auch diese Stadt war nachts wie ausgestorben und dunkel, und man sah wieder die Sterne funkeln.

Donnerstag, 24. November: Monument Valley, Ankunft beim Grand Canyon

Seit Moab war ich sozusagen wieder auf der Rückfahrt nach Fullerton. Die Strecke heute führte zum Monument Valley und dann zum Grand Canyon, in die Red Feather Lodge in Tusayan.

Das Monument Valley war auch ganz interessant, obwohl es im Prinzip nur das (kleine) Museum und diese grossen roten Felsen zu sehen gibt. Die Rundstrasse hat mein Auto dann zum Glück auch überlebt, obwohl die Sand- und Felspiste echt ne Herausforderung für sich war. Hier wäre ein SUV echt nicht schlecht!

Kurz darauf gings auch schon weiter. In Tuba City habe ich einen Zwischenstopp gemacht, weil mein Account bei der Bank of America ins Minus geraten war und ich Geld einzahlen wollte. Da findet man also den einzigen ATM dieser Bank im Umkreis von mindestens 60 Meilen (100 Kilometer), oder eher noch mehr, und was dann? Der ATM ist ausser Betrieb!

Ich war dann rechtzeitig zum Sonnenuntergang beim Grand Canyon, ganz im Osten bei diesem Aussichtsturm.

Freitag, 25. November: Grand Canyon

So ganz ohne Unterlagen und nur aus dem Kopf fällt mir zum Grand Canyon eigentlich nicht mehr viel ein, ausser dass der Canyon echt riiesig ist und man die Dimensionen nur erahnen kann. Er ist über 400 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 14 Kilometer breit. Zum Colorado River geht es über 1500 oder 1800 Meter tief runter

Am Morgen wars gerade mal 23 Grad Fahrenheit (-5 Grad Celsius). Ausgehend vom Amphitheatre beim Parkplatz bin ich während 4-5 Stunden zu Fuss von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, und habe dann für die letzten ganz im Westen den Shuttlebus benutzt. Unterwegs gibt es jede Menge Infotafeln und ein Museum.

Später am Nachmittag habe ich den kostenlosen Film im Visitor Center geschaut, und gegen Abend war ich in Tusayan im IMAX-Kino, und habe mir den Film auch noch angeschaut. Um 20 Uhr war ich wieder zurück beim Grand Canyon für die Stargazing Tour. Ein Park Ranger hat uns etwas über Sterne und Planeten am Nachthimmel, aber auch diverse Anekdoten aus dem Rangeralltag erzählt. Der Himmel war voller Sterne und auch die Milchstrasse hat man richtig gut gesehen.

Samstag, 26. November: 760 Kilometer nach Fullerton

Ich hatte mich entschlossen, 2 Tage früher als geplant nach Fullerton zurückzukehren, weil ich noch einige Arbeiten abzuliefern hatte und eine Prüfung auf mich wartete.

Der Tag verlief eigentlich brutal ereignislos… Nach 5 Stunden Autofahren habe ich beim Outlet Center in Barstow eine längere spontane Pause eingelegt. Ich wusste nicht, dass es da ein Outlet Center gibt, habe mich aber mit diversen Kleidern eingedeckt :) Am Tag nach Thanksgiving (Freitag) findet jeweils der „Black Friday“-Ausverkauf statt. Im Outlet Center waren die Preise am ganzen Wochenende heruntergesetzt.

Danach ging es noch einmal rund 2 Stunden weiter. Der Verkehr in der Nähe Los Angeles war echt übel im Vergleich zu den leeren Strassen, an die ich mich mittlerweile gewöhnt hatte.

USA #4: Hollywood, Santa Monica und Downtown LA

Nach bald 3 Monaten in Kalifornien hatte ich es noch immer nicht nach Los Angeles geschafft – das musste sich ändern!

Meine Nachbarin musste an dem Tag sowieso nach Hollywood und nahm mich gleich mit. Auf dem Weg zum Hostel (USA Hostels Hollywood) sehe ich schon das Kodak Threate und das Chinese Theatre, und natürlich auch den Walk of Fame. Der ist übrigens niemals so beeindruckend wie man sich das vorstellt.

Weil das Hostel gerade ein Computerproblem hat und mich deshalb nicht einchecken kann, mache ich mich zu Fuss auf Erkundungstour. Unterwegs regnet es so wie noch nie, alles wird durchnässt und ich gehe in einem Fastfood-Restaurant in Deckung. Danach werden Souvenirläden abgeklappert und im Hollywood Suit Outlet kaufe ich richtig günstige Lederschuhe. Mal schauen wie lange die halten werden… Abends im Hostel wird ein BBQ veranstaltet, wo ich diverse Leute kennenlerne… zum Beispiel jede Menge Australier, einen Ägypter, auch 2 Schweizer.

Später verschiebt sich das ganze von draussen nach drinnen in die Lounge, wo natürlich Beer Pong gespielt wird. Auch eine Bar und eine Nintendo Wii gibt’s.

Gegen 22 Uhr geht die Pub/Club Crawl los. Wir gehen an dem Abend in die Tekila Bar und die Piano Bar, und in den Ecco und den Avalon Club. Eigentlich wärs noch weitergegangen, aber um 2 Uhr morgens habe ich die ganze Gruppe irgendwie verloren. Die beiden Schweizer waren vorher schon rausgeschmissen worden. LOL

Zurück im Hostel treffe ich den einen Schweizer und eine Spanierin  in der Lounge. Der Schweizer wird daraufhin bald vom Flughafen-Shuttle abgeholt und ich quatsche mit der Spanierin bis am frühen Morgen.

Natürlich konnte ich mich am nächsten Tag nicht wirklich aufraffen. Irgendwann schaffe ich es dann doch an die frische Luft – und los geht’s: Hollywood, Beverly Hills, Rodeo Drive, spontan weiter nach Santa Monica Pier und aufs Riesenrad, zurück, es wird dunkel und bei dem Fahrtwind erfriere ich fast – warum hab ich bloss nur ein T-Shirt angezogen am Mittag??

Um 19 Uhr bin ich zurück, gehe duschen und dann im Shabu-Shabu japanisch essen. Das ganze kocht man selber, ein bisschen wie Fondue Chinoise. Richtig geil.

Am Sonntag geht’s dann mit dem Sightseeing Bus nach Downtown LA. Ich fahre erstmal die ganze Strecke mit, und bin dann ab 11.30 alleine zu Fuss unterwegs. Jetzt sehe ich die Wolkenkratzer LA’s endlich aus der Nähe. Der Finanzdistrikt ist menschenleer und Verkehr hats auch fast keinen – es ist Sonntag.

Ich gehe kurz ins Museum of Contemporary Art (MOCA), weiter am Walt Disney Center vorbei, zum Civic Center (Rathaus), wo direkt davor die Occupy Wallstreet Bewegung ihre Zelte aufgebaut hat. Witzig ist, dass sie sich genau den Park zwischen Ratshaus und Polizei ausgesucht haben.

Danach statte ich Little Tokyo und „El Pueblo de Los Angeles“ noch je einen kurzen Besuch ab. Das Pueblo befindet sich an dem Ort, wo die ersten Häuser der Spanier standen. Die Union Station ist gleich um die Ecke. Ein Zug fällt aus … um 17 Uhr geht’s zurück. Die Fahrt dauert nur 30 Minuten nach Fullerton, aber vom Bahnhof bis zur Uni dauert‘s dann gleich mal 60 Minuten zu Fuss! FAIL.

Auf jeden Fall wars ein tolles Wochenende, aber so schnell werde ich nicht mehr nach Los Angeles zurückkehren! Da reizt mich San Francisco viel mehr.

USA #3: Die Florida Keys

Ich war unterwegs in Florida und hatte gerade ein paar Tage in Fort Myers verbracht. Das ist bereits 4 Monate her und die  Erinnerungen sind leider nicht mehr ganz so frisch.

Die 300 Kilometer Fahrt von Fort Myers nach Key Largo waren echt ermüdend. Auf den ersten 100 Kilometer hatte es so stark geregnet und es war so neblig, dass ich auf dem Freeway die Fahrzeuge vor mir nur noch schemenhaft erkennen konnte.

Key Largo 

Doch in Key Largo war das Wetter dann eigentlich ganz okay. Ich hatte mich für die nächsten Tag im Studio der Tauchbasis Scuba-Fun eingemietet. Ich war irgendwie davon ausgegangen, dass es eine Küche hätte, aber nix da … dummerweise hatte ich mich vorher grade mit Speck, Eiern und Uncle Ben’s Reis eingedeckt. War auch mal eine Erfahrung, Reis im Kaffeekocher zu kochen … kann ich absolut nicht zur Nachahmung empfehlen!

Ich hatte mich für den Advanced Open Water Diver-Kurs eingeschrieben. Der Kurs ist eigentlich relativ einfach (auf jeden Fall einfacher als der Open Water Diver) und dauert auch nur 2 Tage. Es geht vor allem darum, Erfahrung zu sammeln und gewisse Techniken zu vertiefen.

Die erste Destination war das Hourglass Cave (Tarierung in Perfektion) und danach das Sandbottom Cave (Navigation). Unter Wasser schwamm auch ein Fisch mit einem grossen abgerissenen Angelhaken im Mund am mir vorbei. Irre :) Mein Tauchlehrer war übrigens Amerikaner, sprach aber fast perfekt Deutsch. Am Nachmittag durfte ich wieder fleissig im PADI-Buch lesen, um mich auf die nächsten 2 Tauchgänge vorzubereiten.

Der erste Tauchgang am nächsten Morgen führte uns zum Wrack der Duane (Tieftauchgang auf 32m Tiefe). Dieser Kutter war absichtlich versenkt worden, um ein künstliches Riff und damit neuen Lebensraum zu erzeugen. So tief zu tauchen war schon recht speziell, auch weil dabei ein Tiefenrausch auftreten könnte (Stickstoffnarkose, der zu eingeschränkter Urteilsfähigkeit führt und deshalb gefährlich ist). Davor blieb ich aber verschont. Wir sind durch eine kleine Kabine im Wrack durchgetaucht, wo ich mich an einer Koralle geschnitten habe. Das habe ich erst gar nicht bemerkt, weil die Farben in 30m Tiefe anders sind und Blut gelb scheint. Zurück im Boot hats dann aber immer noch geblutet, diesmal schön rot :-)

Der nächste Tauchgang hat uns zu einem komplett zerlegten Wrack geführt (Winch-Hole), das wahrscheinlich etwa um 1800 gesunken ist. Es sind nur noch einzelne Teile übrig. Jetzt hatte ich auch meine Kamera dabei und konnte Fotos schiessen. Gegen Abend habe ich mir in der Tauchbasis Handschuhe gekauft, damit ich mich nicht noch einmal schneide.

Am Tauchen mag ich dieses Eintauchen in eine andere Welt, die den meisten Menschen verborgen bleibt. Unter Wasser herrscht eine beruhigende Stille, man fühlt sich frei und leicht. Die Pflanzen sind teilweise echt seltsam, und die Tiere oft farbig, manchmal auch gruselig. Mit ein bisschen Übung kann man auch kopfüber im Wasser schweben und so zum Beispiel leicht unter Felsvorsprünge schauen, wo sich gerne Tiere verstecken. Bei all den Tauchgängen sah ich Hummer, Haie, den „blue parrotfish“, Muränen, Rochen … und vieles mehr, woran ich mich jetzt im Dezember nicht mehr erinnern kann :-)

Ich hatte mich entschieden, bereits einen Tag früher aus Key Largo abzureisen und eine Nacht mehr in Key West zu verbringen. Als krönender Abschluss stand mir heute noch der erste Tauchgang ohne Instruktor bevor. Mein Buddy und ich sind dann mit der ganzen Gruppe zur USS Spiegel Grove rausgefahren. Unterwegs sahen wir Delfine. Die Spiegel Grove ist ebenfalls ein künstliches Riff. Das Ab- und Auftauchen war ein wenig mühsam, auf den ersten 5 Metern mussten wir uns durch jede Menge Quallen durchkämpfen. Am Wrack, wieder auf ca. 32m, „wehte“ eine amerikanische Flagge, irgendwie ein gespenstischer Anblick. Nach 15 Minuten hatte ich bereits einen grossen Teil meiner Luft verbraucht, und wir machten uns ans Auftauchen. Mein Buddy hat dabei die Sicherheitsstopps in bestimmten Tiefen vergessen, und wurde danach mit richtig heftigen Kopfschmerzen bestraft. Zu schnelles Auftauchen kann echt gefährlich werden. Der zweite Tauchgang führte uns dann noch zum Wrack der Benwood.

Ausflug mit dem Kajak in die Everglades

Gegen Mittag war ich wieder in der Tauchbasis zurück, kurz darauf ging es dann schon weiter in die Everglades. Der Ausflug in die Everglades mit dem Airboat eine Woche zuvor war ja relativ enttäuschend, und ich hatte mich deshalb für einen Kajaktrip angemeldet.

Auf dem Weg nach Flamingo machten wir hie und da einen Stopp, unser Guide zeigte uns zum Beispiel Alligatorenbabies und wie flink sie Heuschrecken und kleine Frösche erwischen… Bei einem anderen Stopp wateten wir durch hüfthohes glasklares Wasser, aber Alligatoren sahen wir da keine.

Später am Nachmittag in Flamingo wasserten wir die Kajaks. Wir waren inklusive Guide nur zu 5, und ich erhielt ein Kajak für mich alleine. Die nächsten 3-4 Stunden paddeln sollten so richtig anstrengend werden!  Bereits im Hafen sahen wir Manatees (oder auf Deutsch: Rundschwanzseekühe, haha!) und draussen auf dem Meer springende Fische und immer wieder mal eine Haiflosse. Weit entfernt zog ein Gewitter auf, ein schönes Schauspiel mit Blitz und Donner. Die Haie waren jetzt auf der Jagd… Wir liessen uns treiben, damit die Haie näher kamen. Uff! Ich bin ganz schön erschrocken, als ich einen Hai in 2-4 Metern Entfernung erspähte! Durch den Schreck habe ich mich so abrupt bewegt, dass ich den Hai gleich wieder weggejagt habe :) Ich glaube, die Haie waren nicht länger als 2 Meter.

Ein wenig später sahen wir entlang dem Ufer hunderte, wenn nicht tausende von Krabben… Ganz witzig, wie die wild hin und her KRABBELTEN. Das schlimmste an der ganzen Kajakfahrt war dann, dieselbe Strecke wieder zurück zu paddeln … und natürlich wollten uns dauernd Moskitos stechen, wie mühsam!

Auf der Rückfahrt im Auto war ich dann richtig geschafft (ich war ja am selben Morgen noch tauchen), aber ein Stopp beim Visitor Center lag noch drin. Mittlerweile war es stockdunkel. Wir machten uns mit Taschenlampen auf den Weg und sahen jede Menge Frösche und Kröten, und im Licht der Taschenlampen blitzten die Augen der Alligatoren, die es sich im Wasser gemütlich gemacht hatten.

Fahrt nach Key West 

Ich bin am nächsten Tag die 100 Meilen von Key Largo bis nach Key West gefahren. Ich hatte den ganzen Tag Zeit und habe immer wieder mal gestoppt, auch beim Harry Harris Park Beach (bei Tavernier) und dem Bahia Honda State Park. Über die 7 Mile Bridge bin ich 3x gefahren, weil ich unbedingt ein Foto machen wollte :) Aber idealerweise sollte man für die Strecke mehrere Tage einplanen.

Die letzten 2 Nächte in Florida verbrachte ich im Blue Marlin Motel in Key West. Was habe ich da noch getrieben? Viel geschlafen, den Sonnenuntergang am Mallory Square genossen (wo sich alle Touristen versammeln :) ), im Shell Warehouse witzige Muschelbasteleien angeschaut, das Aquarium besucht, wo es jede Menge Rochen und Haie gab, eine kurze Tour im Shipwreck und Treasures Museum mitgemacht (auf dem Turm hat man einen super Ausblick), Zeit am Pool verbracht, mich vom Trolley-Bus durch Key West chauffieren lassen und dabei etwas über die Geschichte gelernt, und den südlichsten Punkt Kontinentalamerikas abgeklappert.

Nachdem ich am nächsten Morgen die Rückgabestation für das Mietauto endlich gefunden hatte, durfte ich noch mal 80 Dollar extra hinblättern: Ich hatte mich irgendwie beim Mietdatum vertan und das Auto nur bis am Vortag gemietet…

Anschliessend gings mit dem Flugzeug nach Miami zurück, und von da direkt weiter nach Los Angeles!

(Fotos wie gewohnt auf Facebook)

USA #2: Miami, Everglades und Fort Myers

Vom La Guardia Flughafen flog ich am Donnerstag mit American Airlines nach Miami. Das nächste Hostel hiess „Miami International Travellers Hostel“ und war das Partyhostel schlechthin.

Kurz nach der Ankunft gegen Abend war ich dann mit Thorben schon am Strand unterwegs. Nicht der schönste Strand, aber definitiv gross genug. Später schlossen wir uns der Meute im Hostel an und feierten in irgend einer Bar in South Beach. Im Hostel wurde übrigens jeden Abend Partymusik aufgelegt…

Ja, der Abend wurde dann ziemlich … „wild“, und ich hab mich dann irgendwann auf den Heimweg gemacht. Unterwegs gabs natürlich noch einen leckeren pizza slice. Ich war ohne T-Shirt unterwegs und hab dabei eine ziemlich verrückte Story erlebt :D

Für den nächsten Tag hatte ich mich auf eine City Bus + Boat und Everglades Tour eingeschrieben (das volle Programm also). Verkatert wie ich war, war die frische Luft auf dem Boot genau das richtige für mich. Die Bustour führte uns zuerst durch Miami, durch Little Havana / Calle Ocho, zu einem kubanischen Zigarrenladen, zum Venetian Pool und so weiter. Danach haben wir vom Hafen eine Bootstour gemacht, die Skyline gesehen und sind dann rund um eine der Inseln mit Promi-Villen gecruist.

Nachmittags war dann eine Airboat-Tour in den Everglades angesagt, die war aber ziemlich enttäuschend. Das Airboat ist laut, man sieht nur wenige Tiere, die Landschaft ist nicht so spektakulär. Die Alligatorenshow am Ende ist auch ziemlich kurz. Ich hoffe, ich kann in Key Largo noch einmal einen Ausflug in die Everglades machen, aber dann mit dem Kajak.

Am Abend war dann wieder Party angesagt, dieses Mal aber im Cameo Club. Wir hatten dank dem Hostel VIP Eintritt, das war auch bitter nötig. In den Club passen so um die 2000 Leute, aber so toll war das gar nicht. Es war einfach zu voll und die Getränke zu teuer (Bier: 10 Dollar). Der erste Abend in der Bar war viel besser. :-) Auch dieses Mal war wieder ein pizza slice angesagt ^^

Am nächsten Morgen, oder besser Mittag, hab ich mir dann erst mal ein paar Kleider besorgt, und habs endlich mal einfach an den Strand gechillt. Da hab ich dann weitergeschlafen und mich erst wieder aufgerafft, als es ein wenig geregnet hat. Ja, geregnet! Ich habe am Abend meine Weiterreise organisiert, bzw. die Unterlagen und alles noch mal angeschaut, die wichtigen Verkehrsregeln der USA kurz gelesen und gepackt. Wir sassen in der Lobby, da haben zwei ganz geil Salsa getanzt. Hmm, vielleicht muss ich mir das doch mal genauer anschauen…

Wir haben dann noch ein bisschen Billard gespielt und sind später baden gegangen.

Everglades und Fort Myers

Ja, nun war die Zeit in Miami South Beach schon wieder rum. Die restlichen Tage würde ich mit dem Mietauto unterwegs sein. Das habe ich dann bei Alamo in South Beach abgeholt, und die ersten vorsichtigen Geh- oder Fahrversuche gemacht. Vor dem Autofahren hatte ich am meisten Respekt, aber wie sich dann herausstellte, ist das in den USA allgemein ein bisschen gemütlicher als zu Hause – auch wenn die Autobahnen mehr Spuren haben und manche Trucks eine fast angsteinflössende Grösse haben :-) Leider hatte ich keinen Ford Mustang, nur einen Ford Focus, aber Hauptsache es fährt :-)

Mein nächstes Ziel war Fort Myers und ich hatte einen ganzen Tag Zeit, um da hinzugelangen. Ich bin also gemütlich über die US 41, den Tamiani Trail, gefahren, und habe hie und da gestoppt. Zum Beispiel beim Miccosukee Indian Restaurant, wo ich Alligatorfleisch und Froschschenkel gegessen habe. Ich wollte eigentlich den schöneren Umweg über die Loop Road fahren, aber die war auf halbem Weg gesperrt – road closed.

Die Mücken waren übrigens eine echte Plage. An gewissen Stellen steigt man besser gar nicht erst aus. Mein Auto war bald ziemlich voll mit Mücken. Dagegen halfen auch der Antimückenspray und das Kühlen mit der Klimaanlage nur wenig. Im Laufe der nächsten Tage fand ich jedenfalls noch jede Menge toter Mücken überall im Auto.

Stopps empfehlen sich auf jeden Fall beim Oasis Visitor Center, wo auch eine Filmvorführung angeboten wird, und unterwegs all die kleineren Trails. Ich habe auch einen Abstecher zum Burns Lake gemacht.

River District Youth Hostel

Gegen Abend habe ich dann das River District Youth Hostel in Fort Myers erreicht und wurde gleich mit einem Barbecue empfangen.

Am nächsten Tag habe ich ein paar Strände abgeklappert … das Wetter war leider nicht besonders gut: Windig, relativ kühl und zum Teil Regen. Ich bin trotzdem die Küste runtergefahren bis Fort Myers Beach, um dann im Lovers Key State Park am Strand auszuspannen. Die Strände hier bestehen zu einem grossen Teil aus Muschelresten. Am Abend haben wir Abschied gefeiert von den Deutschen, und der Hostelbesitzer hat uns ins Kino eingeladen!

Am nächsten Tag habe ich mich nach Sanibel und Captiva Island aufgemacht, und im Prinzip jeden Strand kurz ausgecheckt. Schlussendlich war das Wetter aber nicht besonders einladend, oder die Strände nicht speziell schön. Auf dem Rückweg habe ich kurz einen witzigen kleinen Muschelladen besucht (She Sells Sea Shells :-) ) und dann später das Thomas Edison Museum in Fort Myers besucht. Am Abend wars wieder recht kühl und ich hab einfach einige Filme geschaut.

Insgesamt waren die paar Tage in Fort Myers und Umgebung nicht unbedingt ein Highlight, wahrscheinlich hätte ich die Zeit besser in Miami oder Key Largo verbracht. Aber die Everglades möchte ich auf keinen Fall missen!

Als nächstes gehts weiter ins Tauchparadies Key Largo!

USA #1: New York

(leider keine Fotos momentan…)

Beim Abflug war mir ja schon etwas mulmig zumute! Was hatte ich mir da wieder eingebrockt? Ein halbes Jahr in den USA, ein halbes Jahr weg von zu Hause und allen Freunden, ein halbes Jahr, in dem ich mich x-mal beweisen würde müssen … statt gemütlich zu Hause dem Alltagstrott zu folgen.

Als ich dann aber nach 8 Stunden Flug am JFK Airport aus dem Flugzeug stieg, waren alle Zweifel wie weggeblasen. Ich war einfach glücklich! Eine einmalige Gelegenheit, ein riesiges Abenteuer, bestimmt eine super Zeit und viele tolle Menschen und Orte warteten auf mich! Bestimmt war ich a Flughafen auch derjenige mit dem grössten Grinsen im Gesicht. =)

Die Einreisekontrolle überstand ich ohne Probleme. Und dann gings weiter mit dem Airtrain und der Metro zum Hostel (HI Hostels New York) an der 103. Strasse, gleich westlich vom Central Park. Unterwegs versuchte ich schon mal herauszufinden, wie sie denn so sind, die Amis … dick? Oberflächlich? Verstehe ich sie überhaupt?

Abends machte ich mich dann trotz Müdigkeit auf Sightseeing-Tour … nach einem leckeren und günstigen Chicken Taco bin ich über die Brooklyn Bridge gegangen (ca. 1.5km) und konnte die beleuchtete Skyline Manhattans fotografieren. Den besten Blick hat man aber vom Park gleich unterhalb der Brücke in Brooklyn.

Auf dem Rückweg habe ich mich noch auf den Times Square an der 42. Strasse gewagt, der ja besonders nachts so eindrucksvoll ist mit all den Leuchtreklamen. Nach rund 22 Stunden auf den Beinen war ich dann aber vorerst mal total erledigt.

Am Montag war ich um 10 Uhr schon wieder beim Times Square, und unterwegs zum Empire State Building. Nach einigem Anstehen und der Sicherheitskontrolle war ich dann im 102. Stock. Muss aber zugeben, dass man sich die zusätzlichen 15 Dollars sparen und nur den 86. Stock besuchen sollte. Die NY Skyride war ganz nett, um einen Überblick über New York zu kriegen.

Mal nebenbei gesagt, in New York habe ich mich recht unsicher gefühlt. Nicht wegen Kriminellen, sondern weil man dauernd durch irgendwelche Memorials oder Sicherheitskontrollen bei den Touristenattraktionen an den Terrorismus erinnert wird. Wir wurden sogar kontrolliert, bevor wir aufs Boot zu Liberty Island durften, und im Flugzeug wurde mal gesagt, dass sich die Passagiere gemäss amerikanischen Richtlinien nicht in Gruppen im Flugzeug sammeln dürfen (natürlich warteten alle aufs WC). Nicht zu vergessen dass jeder Flug einen Air Marshal an Bord hat.

Danach war ich weiter unterwegs zum Battery Park und Castle Clinton, wo ich die Fähre nach Liberty und Ellis Island genommen habe. Unterwegs konnte ich wieder jede Menge Fotos von der Skyline machen (diesmal bei Tag) und auch von der Freiheitsstatue. Ich ging dort von Bord, aber von nahe sieht die Statue auch nicht spektakulärer aus. Weiter ging es dann nach Ellis Island, der künstlichen Insel, wo vor 100 Jahren die meisten Einwanderer ankamen. Sie wurden dort registriert, untergebracht und medizinisch versorgt, falls nötig. Die letzte Vorstellung darüber im Immigration Museum habe ich leider verpasst. Man kann dort oder auch online nach Personen suchen, die vor ca. 100 Jahren in die USA emigriert sind. Ich habe auch Leute aus Birmenstorf gefunden.

Zurück in Manhattan bin ich als nächstes zur Wallstreet und Trinity Church. Viel zu sehen gabs da aber eigentlich nicht. Und so bin ich weiter zur Grand Central Station gefahren und habe mir die Bahnhofshalle mit dem Sternenhimmel angeschaut. Weil ich (wieder einmal) den falschen Metroausgang genommen hatte, fand ich den Bahnhof zuerst gar nicht. Metro (U-Bahn) fahren in Manhattan ist aber eigentlich ziemlich einfach und angenehm. Eine Metrocard für 7 Tage und 29 Dollar lohnt sich auf jeden Fall.

Nächste Station war Chinatown. Schon komisch, wenn in New York sogar der McDonalds auf Chinesisch angeschrieben ist. In einem Park praktizierten ein paar Leute gerade irgendeine Form von Meditation, nebenan gabs einen Laden mit aufgehängten Hühnchen und Schweineköpfen im Schaufenster. Viel mehr fand ich in Chinatown nicht, halt viele asiatische Restaurants und Ramschläden.

Am nächsten Mittag hatte ich mich mit einem Freund von der FHNW verabredet, der ebenfalls gerade in New York war. Zuvor war ich noch kurz im Madame Tussaud’s, aber: Hat man eines gesehen, hat man sie alle gesehen… Wir gingen essen, erzählten von den Ferien und nach dem gemeinsamen Foto auf dem Times Square wars das auch schon wieder.

Ich begab mich zum Pier unterhalb der Brooklyn Bridge, und fuhr von dort mit dem NY Water Taxi via Freiheitsstatue bis zum Intrepid Sea, Air and Space Museum. Dummerweise schliesst das eine Stunde vor Schluss die Türen für neue Besucher. Ich war zwei Minuten zu spät :( Auf der Fahrt dorthin gab es jedoch einiges Interessantes zu sehen, z.B. einen riesigen eingezäunten Golfplatz am Ufer. Verrückt!

Auf dem Weg zurück ins Zentrum fand ich mich dann plötzlich bei den Theatern am Broadway wieder. Unterwegs sah ich mir noch kurz die Harry Potter Austellung an (mit Requisiten aus den Filmen) – Zeitverschwendung :) Und dann war ich halt eben schon wieder am Times Square!

Nach einem kurzen Abstecher zum Madison Square Park (dort sollen viele Konzerte stattfinden, ich hab nur Eichhörnchen gefunden :) ) machte ich mich auf den Weg zum Top of the Rock im Rockefeller Building. Dort oben traf ich mich mit einem Schweizer aus dem Hostel. Die halbe Welt schien sich hier versammelt zu haben, alle warteten aufs Eindunkeln und auf das Lichtermeer. Super Ausblick, besonders aufs Empire State Building.

Am Mittwoch bin ich als erstes ins American Museum of Natural History, das ist aber eher etwas für einen Regentag. Beim Columbus Circle habe ich mir dann für 3 Stunden ein Fahrrad gemietet, und bin damit gemütlich durch den Central Park gefahren. Unterwegs kam ich am riesigen Reservoir Lake und bei einer Badi vorbei, die im Winter in eine Eisfläche verwandelt wird. Ganz oben habe ich dann kurz gestoppt und bin zur Cathedral of Saint John the Divine. Auf dem Rückweg hab ich nochmal gestoppt (bei dem See mit all den Ruderbooten) und hab meinen ersten echten amerikanischen Hotdog gegessen.

Ich bin dann weiter zum WTC Tribute, einem Memorial für den 11. September 2001. Es ist schon sehr eindrücklich und berührend, wenn man diese Ausstellung besucht. Der genaue Ablauf der Anschläge wird erklärt, Überreste von Gebäuden und persönlichen Gegenstände gezeigt, Funksprüche wiedergegeben und an mehreren Wänden hängen Fotos von all den Getöteten. Diese Ausstellung ist viel viel eindrücklicher als die momentane Baustelle beim neuen „One World Trade Center“. Das Memorial bei den 2 Türmen wird übrigens im September eröffnet.

Als letztes habe ich mich dann noch ins Greenwich Village gewagt, und dann einen ziemlich entspannten Abend im Hostel verbracht. Als nächstes geht es weiter nach Miami!

USA: Ferien und Auslandssemester in Kalifornien

Alsoo.. Der Vollständigkeit halber will ich hier mal noch kurz festhalten, wie es überhaupt zu dieser Reise in die USA gekommen ist und was ich in den nächsten Monaten mache.

Studium an der California State University 

Durch meine Fachhochschule habe ich einen Studienplatz an der California State University in Fullerton erhalten. Fullerton ist etwa 40km von Los Angeles entfernt, und ebenfalls etwa 40km vom Meer. Es ist eine riesige Uni mit rund 30’000 Studenten. Ich lebe dort mit 3 anderen Studenten in einem Apartment im Studentenwohnheim auf dem Campus.Ich werde dort Wirtschaftsinformatik weiterstudieren, und wenn wirklich alles klappt, wird das dann zu Hausee auch angerechnet und zählt als normales Semester.

Das Semester dort dauert vom 20. August bis Weihnachten, also gut 4 Monate. Davor und danach habe ich Reisen geplant, und dazwischen (an den Wochenenden + Thanksgiving Week) habe ich bestimmt ebenfalls Zeit für Ausflüge.

Reisepläne

Die Reise ging am 31. Juli 2011 los, am 1. Februar 2012 bin ich wieder in der Schweiz. Gestartet habe ich mit New York, dann Miami South Beach, Fort Myers, Key Largo und Key West. Ab dem 17. August bin ich in Fullerton.

Die übrigen Reiseziele sind (wish list!): Los Angeles, San Diego, San Francisco, Las Vegas, Grand Canyon, Monument Valley, weitere Nationalparks, Hawaii, und vielleicht sogar Cancun und Playa del Carmen in Mexiko.

Schulfächer 

… aber im Prinzip bin ich ja fürs Studium hier. Ich habe mich für folgende 5 Fächer eingeschrieben:

  • MGMT  343 – Human Resource Management
  • FIN  320 – Business Finance
  • ISDS 418 – Privacy and Security
  • ISDS 440 – Integrative Decision Tools for Business Operations
  • MGMT 461 – Entrepreneurial Management

Mal schauen! Es hiess, in den USA muss man während dem Semester viel mehr arbeiten, dafür am Ende nicht so viel wie an der FHNW.

Ich freue mich darauf, ein halbes Jahr lang das echte Studentenleben geniessen zu können! (ohne lästiges Arbeiten ;) )

HEHE

Besuch bei Kambly in Trubschachen

Weil ich letzten Freitag sowieso schon in Luzern war, habe ich noch einen kleinen Umweg über Trubschachen gemacht, bevor es dann wieder nach Hause ging. In Trubschachen im Emmental befindet sich nämlich die Kambly-Fabrik.

Im Fabrikladen sind alle Guezli und Bretzeli ausgestellt, und man kann von allem so viel essen wie man möchte. Da war ich also genau richtig :) Es gibt die typischen Kambly-Bretzeli, Petit-Beurre, Bärentatzen, Spitzbuben bis hin zu diversem Apero-Gebäck.

Die, die dann immer noch nicht genug haben, können alle Guezli in Halb-Kilo-Säcken einkaufen ;)

Kambly bei Wikipedia

Bourbaki-Panorama und Gletschergarten Luzern

Vergangenen Donnerstag war ich wieder einmal in Luzern und habe dort das Bourbaki-Panorama angeschaut und das Löwendenkmal sowie den Gletschergarten besucht.

Bourbaki-Panorama

Das Bourbaki-Panorama ist ein über 100m breites und 10m hohes Rundbild. Es zeigt die Entwaffnung der französischen Bourbaki-Armee am Ende des Deutsch-Französischen Krieges um 1871. Spannend an dem riesigen Bild ist, dass im Vordergrund echte Gegenstände stehen (Waffen, Waggons, Zäune), die sich fast nahtlos ins Bild integrieren. Die Geschichte der Armee wird via Lautsprecher nacherzählt.

Bourbaki-Panorama bei Wikipedia

Löwendenkmal

Ganz in der Nähe davon befindet sich das Löwendenkmal. Es wurde zum Andenken an die ca. 1000 Schweizer Söldner erstellt, die beim Tuileriensturm während der französischen Revolution den Palast verteidigten. Es ist eine bekannte Touristenattraktion, aber relativ schlicht. Die Touristen werfen immer noch Münzen ins Wasserbecken vor dem Denkmal.

Löwendenkmal bei Wikipedia

Gletschergarten

Neben dem Löwendenkmal befindet sich gleich der Eingang zum Gletschergarten. Zu sehen gibt es dort Überreste aus der Zeit, als die Gletscher noch bis Luzern reichten, Wissenswertes über Gletscher und die Gletscherschmelze, ein faszinierendes Spiegellabyrinth, Steine und Kristalle, verschiedene Reliefs (u.a. von der jungen Stadt Luzern) sowie eine kleine Parkanlage.

Entstanden ist das Museum als der damalige Besitzer einen Weinkeller bauen lassen wollte und dabei auf die Gletschertöpfe stiess. :)

Gletschergarten bei Wikipedia

 

ein Gletschertopf

Modell der Stadt Luzern

Spiegellabyrinth

Eine Besichtigung der 3 Attraktionen dauert ca. 2-3 Stunden, je nach Interesse. Der Eintritt (
LION-Pass) beträgt ca. 14 Fr. für Studenten.

Abenteuer Afrika – Teil 5: Sansibar

Die letzte Woche in Afrika. Stone Town und Nungwi Beach. Spice Tour, Tauchen, Natural Turtle Aquarium.

Montag, 20. September – Sansibar, Stone Town

Wow. Ich habe noch nie ein solch tolles und grosses Frühstücksbuffet gesehen!

Kurz darauf sind wir bereits mit der Azam Ferry unterwegs nach Sansibar. Die Ankunft auf der Insel ist wie die Ankunft im Paradies – türkises Wasser, die typischen Dau-Boote, karibischer Baustil…

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Im Shangani Hotel teile ich ein Zimmer mit Lee. Anschliessend werden wir über die möglichen Aktivitäten informiert. Lunch essen wir im King Fish Restaurant – später gehe ich einkaufen, Geld abheben (am 24 Stunden ATM der National Bank) … endlich ein Ort, wo meine EC-Karte funktioniert! Ich kaufe noch ein paar Armbänder, anschliessend starten wir zur Stadttour:

Wir besuchen das Grab des Sultans, das Freddy Mercury House (der Sänger von Queen), den Fischmarkt (mit 1000 Fliegen), das Denkmal für die Sklaven, die 4-Häuser-Ecke, das House of Wonders und geniessen den Sonnenuntergang bei einem Cocktail im Africa House. Es scheint, als würden sich alle Touristen der Insel im Africa House treffen :-)

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Am Abend essen wir diverse kleine Häppchen am BBQ-Markt bei den Gardens. Dort gibt es jede Menge Leckerbissen – Fisch- und Fleischspiesse, Meeresfrüchte, spezielle Pizza und frisch gepressten Zuckerrohrsaft.

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Dienstag, 21. September – Sansibar, Nungwi Beach

Ich erwache am Morgen durch das Rauschen von Wasser. Ich wundere mich, dass ich die Dusche des oberen Stockwerkes so gut höre (sind die Häuser so schlecht gebaut hier?) – bis mir klar wird, dass es keine Dusche, sondern Regen ist! Es giesst wie aus Kübeln. Kurz darauf ist der Spuk aber auch schon wieder vorbei.

Als erstes buche ich heute meinen Flug von Sansibar nach Dar es Salaam. Dann fahren wir für die Gewürztour (Mitus Spice Tour) ins Innere der Insel. Wir sehen, wo Zimt, Vanille, Kaffee, Karamin, Ananas und Jack Fruit wachsen (Jack Fruit / Jakobsfrucht: Mischung zwischen Banane und Apfel!). Bereits zu Beginn der Tour kriegen wir Regenschirme ausgehändigt … im Inneren der Insel regnet es immer wieder wolkenbruchartig. Und so bleiben auch wir nicht vom Regen verschont. Inbegriffen ist auch ein leckeres Mittagessen. Ich kaufe diverse Gewürze und Kaffee.

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Wieder zurück in Stone Town hole ich nochmals Geld vom ATM (im Norden der Insel gibt’s anscheinend keine Automaten mehr), und kaufe günstige Cashew-Nuts von einem Strassenhändler. Derselbe hatte mir bereits gestern Nüsse verkauft, aber teurer … in der Zwischenzeit hatte ich mich über die Preise informiert :-)

Anschliessend ging es mit dem klimatisierten Bus ganz in den Norden nach Nungwi. Dort hatte ich wieder ein Einzelzimmer in den Amaan Bungalows. Hier würde ich auch für die nächsten und letzten 3 Nächte bleiben.

Anschliessend kann ich ENDLICH schwimmen gehen! Das Wasser ist warm und klar, und der Strand wunderschön weiss.

Abends essen wir alle zusammen im Sunset Restaurant der Amaan Bungalows. Ich ziehe mich bald zurück, lese noch im Buch über das Tauchen, und schlafe dabei ein.

Mittwoch, 22. September – Sansibar, Nungwi Beach

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Tauchkurs: morgens viel Theorie, nachmittags wird dann geübt. Es geht immer noch alles super leicht. Im Gegensatz zum Tauchkurs am Lake Malawi sind Francis und ich heute nicht mehr alleine. Es ist ein bisschen mühsam, weil eine Person Mühe mit allen Manövern hat. Wir vertreiben uns die Zeit unter Wasser mit allerhand Blödsinn :-)

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Abends essen wir leider noch einmal im Sunset Restaurant, dabei war das eigentlich wirklich nicht speziell gut. Aber die Menschen sind wohl Gewohnheitstiere. Es ist der letzte Abend mit der Reisegruppe, sie werden am nächsten Tag abreisen und auf dem Festland weiterreisen.

Wir jüngeren verbringen den restlichen Abend bei einer netten Strandbar beim Paradise Beach Hotel, rauchen dort Shisha und geniessen einfach wieder mal die Atmosphäre. Jenny und Francis gehen dann noch weiter an eine Strandparty, ich geh lieber schlafen.

Donnerstag, 23. September – Sansibar, Nungwi Beach

Heute ist Prüfungstag :-) Francis ist ordentlich übermüdet, aber wir bestehen den Test beide. Wir lernen noch kurz, wie man mit dem Kompass arbeitet, dann fahren wir um 11 Uhr zum Tumbatu Island, bzw. zu einer kleinen Insel nebenan (Shetani). Bei Coral Garden machen wir einen weiteren Tauchgang.

Beim Tauchen sehe ich leider keine Schildkröten wie die anderen, dafür Moränen und viele farbige Fische. Mit der Unterwasserkamera der Österreicher kann ich ein paar Fotos machen. Wir haben alle Manöver gemacht, den Test bestanden, und so können wir bei der Rückkehr unsere PADI Open Water Diver Ausweise bestaunen. Cool!

Ich muss nun noch dringend Bargeld organisieren, weil es nicht einmal mehr für die Rückreise reicht. Ohne Kreditkarte geht hier aber gar nichts, und die habe ich ja dummerweise schon vor 4 Wochen in Namibia verloren! Ich frage mich von Hotel zu Hotel, bis ich dann schlussendlich eine Wechselstube finde, die EC-Karten akzeptiert. Die Gebühren sind masslos überteuert, aber was will man machen… Immerhin habe ich jetzt wieder genügend Geld.

Den Abend verbringe ich bei Francis. Kurioserweise ist sie momentan der einzige Gast in ihrem Hotel.

Freitag, 24. September – Rückreise

Heute habe ich nicht mehr viel vor: Ich gehe noch zum Natural Turtle Aquarium, wo ich spontan mit den Schildkröten schwimmen gehe – eine ziemlich aufregende Erfahrung, wenn die Schildkröten links und rechts und unter dir schwimmen! Mal ganz zu schweigen von den grossen Fischen, die es da auch noch gab – einer davon hat sogar an meinem Bein geknabbert :-) Die Schildkröten sind so um die 120 Jahre alt, also nicht so alt wie die auf Prison Island (300 Jahre) und auch nur etwa halb so gross.

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In der Zwischenzeit hatte ich auch noch mein Taxi zum Flughafen reserviert. Folgendes zu den Preisen: Das Hotel verlangte etwa 40-50 Dollar, Taxifahrer Nummer eins etwa 32 und Taxifahrer Nummer 2 nur noch 25… Immer noch ein Vermögen gemessen an den hiesigen Lebenskosten, aber Sansibar ist nun mal teuer. Und hey, das Taxi konnte sich sehen lassen: Ein geräumiger SUV!

Ich gehe am Strand entlang zurück, kaufe unterwegs ein T-Shirt, beobachte wie die Fischer ihre Boote reparieren, erledige das Web Checkin für den Flug und esse dann im Langi Langi, einmal mehr direkt am Meer.

Ab Sansibar fliege ich mit einem kleinen Flieger der ZanAir nach Dar es Salaam, von wo ich mit der Swiss über Nairobi nach Zürich zurückfliege. Zürich erwartet mich – wie könnte es anders sein – am Samstagmorgen um halb 7 mit nassgrauem Wetter.

Zum Schluss…

Damit waren diese einmaligen Traumferien zu Ende. Ich hatte mich während ca. 3/4 Jahr auf die Reise vorbereitet. Ich hatte mich für Afrika entschieden, weil ich unbedingt etwas Anderes, etwas Exotisches sehen wollte. Von den europäischen Städten hatte ich damals vorerst genug.

Die knapp 9000km im Truck waren hart. Ich würde wahrscheinlich wieder so reisen, aber versuchen, dazwischen kleinere Pausen einzuschalten. Schön wäre auch, an einzelnen Orten länger zu bleiben. Das ist mit Nomad Tours aber nicht möglich, der Zeitplan ist recht straff. Schlussendlich habe ich von vielen Ländern nur einen Bruchteil gesehen, und der Kontakt zu den Einheimischen war sowieso minimal. Das ist schade, andererseits sah ich so auch jeden Tag etwas fast komplett Neues.

Eines ist klar: Ich war nicht zum letzten Mal in Afrika!